Klassentreffen

Ehemalige treffen sich 65 Jahre nach Schulende in Hattingen

65 Jahre nach Schulabschluss trafen sich jetzt zwölf Ehemalige des Gymnasiums Waldstraße in der Elfringhauser Schweiz.

65 Jahre nach Schulabschluss trafen sich jetzt zwölf Ehemalige des Gymnasiums Waldstraße in der Elfringhauser Schweiz.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die Schüler sind 1948 am Gymnasium Waldstraße gestartet und haben es 1954 verlassen. Heute erinnern sie sich ans Pöhlen an den Gummiwerken.

Es war ein Klassentreffen der besonderen Art: 65 Jahre nach dem Schulabschluss am Gymnasium Waldstraße trafen sich jetzt ehemalige Pennäler des Gymnasiums Waldstraße im Restaurant Waldhof im Hügelland. Sie kommen einmal im Jahr zusammen, stehen aber auch außerhalb der offiziellen Treffen in regelmäßigem Kontakt.

1954 verließen die Schüler das Gymnasium Waldstraße. 46 Sextaner waren sie im Jahr 1948 gewesen. Zwölf von ihnen waren jetzt beim Treffen dabei und dankten zunächst einmal Horst-Otto Berenbeck. Der 82-Jährige plant die Klassentreffen seit vielen Jahren und kümmert sich mit seiner Frau liebevoll um Ideen für die Durchführung. Bei Tafelspitz und Kalbsrücken, Damwild und Forelle hatten sich die Ehemaligen einmal mehr viel zu erzählen.

„Es ist schön zu sehen, dass sich alle wohlfühlen“

,,Ich bin, wie die meisten hier, 1954 mit der Mittleren Reife von der Penne abgegangen, um eine Ausbildung zum Exportkaufmann zu absolvieren,‘‘ berichtet Helmut Brockhaus (82), der kürzlich die Goldene Hochzeit mit seiner Frau Hannelore feierte. ,,Diejenigen, die Abitur gemacht haben, sind noch drei Jahre länger geblieben. Die Orte der Treffen variieren zwar, aber im Waldhof hat es uns so gut gefallen, dass wir jetzt schon ein paar Mal hier waren.‘‘

Hannelore Brockhaus, ehemalige Einzelhandelskauffrau, fühlte sich von Anfang an wohl in der Runde: ,,Ich wurde sehr nett aufgenommen. Die Zeit vergeht so schnell.“

Klaus Hellmann (82) hat Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Nachrichtentechnik studiert und ging erst im vergangenen Jahr in Rente. ,,Es fällt mir schon schwer, zu Hause zu sein,‘‘ berichtet der Rentner. Klaus Hellmann hat bisher keines der Klassentreffen verpasst: ,,Ich habe meinen Urlaub immer so gelegt, dass es passte. Wir waren eine reine Jungenklasse. Die Damen kamen erst später dazu. Es ist schön zu sehen, dass sich alle wohlfühlen.“

Viele sehen sich auch außerhalb der Jubiläumstreffen

Hartmut Eggert, pensionierter Professor für Germanistik und Geografie an der Freien Universität Berlin, ist ebenfalls regelmäßiger Besucher der Klassentreffen. ,,Wir haben immer Kontakt zueinander gehalten, auch außerhalb der Jubiläumstreffen,‘‘ sagt Eggert.

,,Damals mussten wir von Sprockhövel nach Bredenscheid mit der Eisenbahn fahren und von dort aus den Sprockhöveler Bach entlang zur Schule laufen. Wir haben dann immer an den Gummiwerken in Bredenscheid Fußball gespielt. Wenn unser Mathematiklehrer gefragt hat, wo wir bleiben, haben wir gesagt, dass die Bahn Verspätung hatte.‘‘

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