Feuerwache

Die unsichtbaren Bauarbeiten

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Hattingen.   Der Rohbau der neuen Feuerwache am Wildhagen ist fertig. Am Dienstag wird das Richtfest gefeiert. In den nächsten Monaten folgt der Innenausbau. Als Vorlage dient die Kreisleitstelle in Schwelm.

Der Rohbau steht. Fast täglich waren Veränderungen auf dem Gelände am Wildhagen zu beobachten, auf dem die neue Hauptfeuerwache entsteht. „Das ist jetzt vorbei“, kündigt Rudolf Viefhaus vom Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt an. Eingestellt sind die Arbeiten aber keineswegs. Im Gegenteil: „Jetzt geht es an den Innenausbau“.

Die milden Temperaturen der letzten Wochen spielten den Verantwortlichen bei dem Elf-Millionen-Projekt in die Hände. „Man muss auch mal Glück haben“, freut sich Viefhaus und erklärt: „Regen ist nicht so schlimm wie Schnee und Frost.“ Deshalb konnten die Bauarbeiter auch rund um Weihnachten werkeln. „Die Torbauer waren sogar an Heiligabend da“, berichtet der Fachbereichsleiter. Man liegt sehr gut im Zeitplan. Deshalb konnten die Weihnachtsferien auf dem Bau auch etwas ausgedehnt werden. „Nur einige Dachdecker haben in der Zeit gearbeitet“, weiß Viefhaus. Denn das Wichtigste ist, den Bau dicht zu kriegen bis am kommenden Dienstag, 15. Januar, Richtfest gefeiert wird.

Fast alle Tore der Wache sind inzwischen eingebaut. Bei den Fenstern fehlen nur noch drei bis vier. Und bis Montag sollen auch diese Löcher gestopft sein. „Mit Zugluft haben wir dann kein Problem mehr“, freut sich Rudolf Viefhaus. Und mit der angekündigten Rückkehr des Winter auch nicht: „Es müsste schon so kalt werden, dass es bis nach innen friert. Und davon gehen wir nicht aus.“

Nun geht es an den Innenausbau. Und bei dem hat vor allem Feuerwehrchef Jürgen Rabenschlag ein Wort mitzureden. „Wir brauchen eine funktionelle Einrichtung, die ganz anders ist, als bei anderen Gebäuden“, beschreibt er. Dazu zählen die Schulungs- und Ausbildungsräume, Rutschstangen, eine Atemschutzwerkstatt in der die Ausrüstung überprüft werden kann und Desinfektionsschleusen für die Rettungswache. „Die Schleusen gab es an der alten Wache nicht. Aber wir haben hohe Hygiene-Anforderungen“, erklärt Rabenschlag. Und nicht zuletzt gelte es, eine neue Einsatzzentrale am Wildhagen einzurichten: „Dafür haben wir jetzt mit allen Beteiligten die Kreisleitstelle in Schwelm besichtigt und geschaut, wie die Tische und das Umfeld aufgebaut sind.“ „In Hattingen wird es die Kreisleitstelle in klein geben“, unterstreicht Viefhaus.

Bei der Feuerwehr bereitet man sich, gut neun Monate vor der Fertigstellung der neuen Wache, schon auf den Umzug vor. „Ab Februar gibt es Projektgruppen, die ihre Bereiche umzugsfähig machen“, kündigt Rabenschlag an. Denn wenn es erst so weit ist, ist die Frist kurz und „die Alarmierung kann nicht einfach abgeknipst werden.“

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