Stadtmauer

Die Stadtmauer in Hattingen ist nun bald komplett saniert

Mit den Arbeiten am Wehrturm endet die Sanierung des fünften Bauabschnitts der Stadtmauer.

Mit den Arbeiten am Wehrturm endet die Sanierung des fünften Bauabschnitts der Stadtmauer.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Die Stadtmauer in Hattingen wird seit Jahren saniert. Mit den Arbeiten am Wehrturm endet die Wiederherstellung des fünften Bauabschnitts.

Sie bröckelte und bröselte über viele Jahrzehnte: die charmante, alte Stadtmauer. Das hat in absehbarer Zeit ein Ende, denn im Augenblick wird der letzte Abschnitt mit dem Turm saniert. Damit sind bald alle fünf Segmente der alten Stadtmauer wieder für die Zukunft bei Wind und Wetter gerüstet.

„Jeder Abschnitt hat 50.000 Euro gekostet, dafür gab es eine Förderung aus dem Stadtumbau“, sagt Stadtsprecherin Susanne Wegemann. Im Augenblick wird außerdem noch versucht, Fördermittel zur Sanierung der Stadtmauer im Bereich des Alten Zollhauses zu bekommen. Darüber ist aber noch nicht entschieden.

Die Fugen mussten aufwendig ausgebessert werden

Seit fast sechs Jahren wird die Stadtmauer restauriert und mit einem Regenschutz versehen. Schon vor 40 Jahren wurde an ihr gearbeitet. So schrieb die WAZ damals, dass die Mauer im Bereich Steinhagen aufgehübscht wird. Die Fugen mussten aufwendig ausgebessert werden, damit das historische Bauwerk erhalten werden konnte.

Bereits Ende 2014 war am Steinhagen-Tor getestet worden, wie man die Mauer vor dem Verfall bewahren kann. Mit dem Denkmalschutz wurde abgestimmt, dass sie mit Platten aus Ruhrsandstein versehen werden soll. Das sei zwar historisch nicht korrekt, aber die sinnvollste Art, das schöne Bauwerk zu erhalten. Das Problem ist in erster Linie das Wasser. Dringt es in die Fugen ein, können Pflanzen wachsen und die Mauerkrone auf Dauer zerstören. Mit der Plattenlösung ist die Gefahr also gebannt.

300 Meter der Stadtmauer sind heute noch erhalten

300 Meter der Stadtmauer – das ist etwa ein Drittel des ursprünglichen Bauwerks – sind heute noch erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Sie erzählt eine eigene, interessante Geschichte. Denn vor mehr als 400 Jahren haben die Hattinger Bürger sie selbst errichtet. Jeder Besitzer eines angrenzenden Hauses oder Hofes baute ein Stück. Um die Sanierung wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gerungen. Bis 1972 Schüler des Gymnasiums Waldstraße die Mauer wieder ins Bewusstsein rückten.

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