Corona

Die Stadt Hattingen überprüft Hygiene in der Gastronomie

Zeitung lesen im Café: Das Ordnungsamt sieht dabei Probleme mit der Einhaltung der Hygieneregeln.

Zeitung lesen im Café: Das Ordnungsamt sieht dabei Probleme mit der Einhaltung der Hygieneregeln.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Ein Café-Besitzer ärgert sich, weil er die WAZ nicht mehr zum Lesen auslegen darf. Warum die Stadt Hattingen jetzt die Gastronomie kontrolliert:

Falk Pruß ist sauer. Der Chef im Café Auflauf am Untermarkt darf seinen Kundinnen und Kunden die WAZ nicht mehr zur Lektüre auslegen. Das Ordnungsamt der Stadtverwaltung hat dem Gastronomen den Service untersagt.

„Das ist doch lächerlich“, findet Pruß. „In meinem Haus werden alle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten. Und das Lesen der Tageszeitung gehört nun einmal als Service für einen Café-Betrieb dazu.“

Stadt mahnt strengen Hygieneschutz an

Das sieht die Stadt Hattingen offenbar anders. „Wir haben in dieser Woche den Umgang der Gastronomie mit den Hygieneregeln noch einmal gezielt in den Blick genommen“, sagt Stadtsprecherin Jessica Krystek auf Anfrage der WAZ. Das geschehe nicht zuletzt, weil sich immer mehr Bürger über zu lasche Auslegungen der bestehenden Regeln beschweren würden.

In den Corona-Regeln der Landesregierung sei das Auslegen von Tageszeitungen in Cafés zwar nicht ausdrücklich verboten. Allerdings werde ein strenger Hygieneschutz angemahnt. „Und das ist nun mal schwierig, wenn Zeitungen nacheinander von verschiedenen Personen gelesen werden“, sagt Krystek.

Für Arztpraxen ist der EN-Kreis verantwortlich

Da mache das Ordnungsamt dann durchaus die Ansage, dass Zeitungen nicht mehr ausgelegt werden dürfen. „In der vergangenen Woche haben wir das bei den Friseuren im Stadtgebiet ebenfalls kontrolliert“, berichtet die Stadtsprecherin. Auch diese Branche unterhält ihre Kunden ja gerne mit dem Auslegen von Zeitungen und Zeitschriften.

Arztpraxen sind von den Kontrollen des städtischen Ordnungsamtes in Sachen Lese-Service übrigens nicht betroffen. „Dafür ist der Ennepe-Ruhr-Kreis mit seinem Gesundheitsamt verantwortlich“, erklärt Jessica Krystek die Zuständigkeit.

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