Mund-Nase-Masken

Die Kreativothek fertigt Masken mit Sprockhövel-Schriftzug

In der Kreativothek in Sprockhövel sind Mund-Nasen-Masken mit Sprockhövel-Schriftzug sehr gefragt.

In der Kreativothek in Sprockhövel sind Mund-Nasen-Masken mit Sprockhövel-Schriftzug sehr gefragt.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Mund-Nase-Masken im Sprockhövel-Design sind der Renner in der Kreativothek in Niedersprockhövel. Auch indivduelle Optiken sind möglich

„Die Sprockhöveler sind stolz auf ihr schönes Städtchen, deshalb sind Masken mit Sprockhövel-Schriftzug in Zeiten von Corona die logische Konsequenz“, meint Sandra Kern, eine der drei Geschäftsführerinnen der Kreativothek an der Haupstraße. Vor zwei Wochen habe sie mitbekommen, dass in der Nachbarstadt Mund-Nase-Masken mit Hattingen-Schriftzug angeboten wurden, da wollte sie etwas ähnliches machen und ging es sofort an, erzählt sie. „Es gibt ja auch die Sprockhövel-Aufkleber fürs Auto, die wirklich sehr gut laufen, schnell kamen dann auch Kundenanfragen zu den Masken mit Sprockhövel-Schriftzug.“

Die drei Frauen ergänzten sich in ihrer kreativen Arbeit seit Jahren, erzählt Kern. „Rafaela Lücking ist unsere Filz-Fee, sie fertigt vor allem Filz-Dekoartikel, Alexandra Luczak hat Grafikdesign studiert und übernimmt alle Design-Aufträge – sie erstellt auch die Sprockhövel-Schriftzüge, die ich mit Thermofolie auf den Masken-Stoff bringe.“ Sie selbst sei fürs Nähen zuständig und mittlerweile so versiert, dass sie nur etwa zwanzig Minuten für eine Maske benötige – trotz Handarbeit. „Eben weil ich alles in Handarbeit fertige, kann es bei größerer Nachfrage auch mal zu Wartezeiten kommen. Aber ich versuche, immer genug vorzuarbeiten, dass das nicht passiert.“

Masken mit Sprockhövel-Skyline

Die drei Frauen bieten gefaltete Masken und Masken in Gesichtsform, mit und ohne Nasenbügel sowie mit Gummibändern oder Bindebändern an. „Am besten laufen die Masken in Gesichtsform mit Gummibändern und mit Sprockhövel Skyline“, berichtet Kern, „aber wir bieten nun auch weitere Artikel mit Sprockhövel-Schriftzug an: Regenschirme, Turnbeutel, Blumenstecker, Feuertonnen und T-Shirts.“

Auch andere Gegenstände könnten auf Wunsch so verziert werden, einfach alles sei möglich: „Egal, mit welcher vermeintlich skurrilen Idee ein Kunde zu uns kommt: Weil sich hier so viele Künstler mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten zusammengeschlossen haben , können wir praktisch jeden Kundenwunsch realisieren!“

Es sei genau das, was die Kreativothek ausmache, glaubt Kern. Die daraus resultierenden Gespräche seien zudem ein befriedigender, kreativer Prozess und die gelungenen Ergebnisse hätten dazu beigetragen, dass sich ein Vertrauensverhältnis zwischen den drei Geschäftsführerinnen und ihrer Kundschaft ergeben hätte, meint die 43-Jährige.

Mit dem Kunden per Du

„Wir sprechen fast alle unsere Kunden mit Vornamen an, während unserer Kurse spricht man schnell auch mal über private Sachen“, meint auch „Filz-Fee“ Rafaela Lücking. Dies hatte den Effekt, dass viele ihrer Kunden während des Lockdowns im Frühjahr Bestellungen telefonisch getätigt hätten, offenbar um die Kreativothek zu unterstützen, berichtet die 47-Jährige weiter. „Wir haben insgesamt den Eindruck, dass die Unterstützung der Händler vor Ort den Menschen wieder wichtiger geworden ist.“

Da aktuell keine Kurse in der Kreativothek erlaubt seien, bieten die Frauen „KREA-Tüten“ für zu Hause an, mit denen die Kunden zuhause kreativ arbeiten können. „Denn das macht einfach glücklich“, findet Lücking, „es hilft, den Stress hinter sich zu lassen und hinterher das eigene Werk vor sich zu sehen, macht natürlich auch stolz!“

Dabei trauten es sich viele Menschen anfangs nicht zu, kreativ zu arbeiten – beispielsweise zu malen, zu nähen oder mit Filz zu arbeiten, berichtet sie weiter. „Häufig wird ein Kursus verschenkt und obwohl die Beschenkten oft erst Bedenken ob ihres Talents haben, klappt es dann doch immer richtig gut!“ Wie man also endlich kreativ werden könne, dafür hat Rafaela Lücking einen Tipp: „Sich trauen und einfach mal was Neues ausprobieren – die Kreativität kommt dann von ganz alleine!“

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