Musik

Die Hattinger Band Caliban exportieren Metalcore in die Welt

Foto: Sandra Muequin

Hattingen.   Von Hattingen in die ganze Welt: Die Hattinger Band Caliban ist einer der wichtigsten deutschen Vertreter im Bereich Metalcore. Sie spielen Konzerte in Asien und Europa. Am 24. Januar erscheint ihr neues Album: Die Band hofft auf eine Top-Platzierung in den Charts.

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Wer harte Gitarrenmusik mag, kommt an Caliban nicht vorbei. Sie sind Hattingens Aushängeschild in Sachen Metal und einer der wichtigsten deutschen Vertreter im Bereich Metalcore. Sie spielen Konzerte in Asien, Europa und auf großen Festivals, kratzten in den deutschen Album-Charts an den Top 20. Am 24. Januar veröffentlichen sie ihr neues Album „Ghost Empire“. Und angefangen hat für Caliban alles auf der Bühne in der Aula der Gesamtschule in Welper – beim Newcomerfestival.

Für Nicht-Metaller: Wie klingt Caliban eigentlich? „Das ist eine schwierige Frage“, findet Gitarrist und Songwriter Marc Görtz. Es sei ein Mix aus melodischen und aggressiven Teilen, „Energie und emotionale Parts halten sich die Waage“, erklärt der 36-Jährige. Mit diesem Rezept erreichte das Album „I Am Nemesis“ im Jahr 2012 Platz 21 der deutschen Albumcharts. „Dabei hatten wir noch Pech. Hätten wir das Album zwei Wochen früher rausgebracht, hätten wir mit den Verkaufszahlen sogar Platz sieben erreicht“, weiß Görtz.

Alles begann als Schülerband

Am 24. Januar wollen Caliban nun mit dem Nachfolger „Ghost Empire“ durchstarten. Hier setzen sie auf große, weit klingende Melodien. Und die Melodie – wenn auch damals noch nicht im Gesang – war für die fünfköpfige Band schon in ihren Anfangstagen wichtig.

Unter dem Namen Never Again starteten die Hattinger Mitte der 1990er Jahre als Schülerband an der Gesamtschule. Und gewannen das Newcomerfestival. Von da an haben die Musiker nicht locker gelassen. „Wir spielten in allen Jugendzentren – in Deutschland, Spanien, Italien, Dänemark“, erinnert sich Marc Görtz und ergänzt: „Damals haben wir bei weitem nicht das Geld bekommen, um unsere Kosten zu decken.“ Aber die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Schon vor Jahren ist das Hobby zum Beruf geworden. „Wir werden keine Millionäre, können aber gut davon leben. Und wir kommen an Orte, wo wir noch nie waren.“ Zum Beispiel nach China, wo die Hattinger im vergangenen Jahr das erste Mal spielten.

Bandmitglieder haben Heimatstadt nicht vergessen

Und auch ihre Heimat haben Caliban nicht vergessen, auch wenn mittlerweile kein Bandmitglied mehr hier lebt. „Ich bin in Essen zu Hause, aber ich bin oft in Hattingen, um meine Familie zu besuchen“, sagt Gitarrist Marc. Und auch zum Ort ihres ersten Erfolges sind die Metaller zurückgekehrt: Vor etwa sechs Jahren spielten Caliban noch einmal beim Newcomerfestival – außer Konkurrenz und mit ungeahnter Resonanz. „In der Schulaula waren sie etwas überfordert. Es waren über 1000 Leute da“, erinnert sich Marc Görtz. Ob Caliban noch einmal in Hattingen spielen würden? „Klar, aber dann nur mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen“, um brenzlige Situationen für die Fans zu verhindern.

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