Am Ende der Woche

Die Bürgermeisterwahl in Hattingen bleibt spannend

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Foto: Volker Speckenwirth / WAZ

Hattingen.  Macher gegen Moderator, Parteiloser gegen SPD-Mann – was der Bürgermeister-Wahlkampf in Hattingen außer Zuspitzungen noch zu bieten hat.

Karl Steierwald, Willi Grobe, Willi Herold, August Ackermann, Otto Meuser, Willi Brücker, Paul Wolf, Günter Wüllner, Dieter Liebig, Dagmar Goch, Dirk Glaser – das ist die Liste der Hattinger Bürgermeister von 1945 bis heute.

Der nächste Name wird am Sonntag ermittelt. Wird Dirk Glaser das Rennen machen und als erster parteiloser Chef von Rat und Verwaltung in eine zweite Amtszeit starten? Oder wird Frank Mielke das Amt für die SPD zurückerobern als dann neunter Bürgermeister der Nachkriegszeit mit einem roten Parteibuch?

Zwischen Zuspitzungen und Sachfragen

Hier der parteilose Moderator, der von CDU und FDP unterstützt wird, ausdrücklich aber alle Bürger dieser Stadt zusammenführen will. Dort der stramme Sozialdemokrat, der sich als Macher präsentiert und als „politischer Bürgermeister“ klare Ansagen treffen will.

Die Frage ist: Helfen solche Zuspitzungen den Wählern bei ihrer Wahlentscheidung? Oder sollen es dann doch lieber Sachfragen sein. Da sind die Kontrahenten bei den großen Themen oft nicht weit auseinander.

Klare Richtungswahlen sehen anders aus

Ja doch: Glaser will die VHS an der Werksstraße ansiedeln, Mielke im Schulzentrum. Aber ist das entscheidend dafür, wo ein Wähler sein Kreuz macht?

Klare Richtungswahlen sehen anders aus. Dazu kommt: Corona hat den Wahlkampf behindert, Facebook ist nicht für jeden eine Plattform. Auch das alles macht die Wahl so spannend.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben