Der Isenberg

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HATTINGEN DAMALS & HEUTESpaziergänger, die im Jahr 1910 von der Eisenbahnbrücke aus auf dem Ruhr-Leinpfad flussabwärts wanderten, blickten über den Ruhrbogen hinweg auf den Isenberg und sahen am linken Ufer eine Ziegelei mit hohem Schornstein. ...

... ... ... Gleich dahinter, am Fuße der steilen Felswand, befand sich seit 1845 ein Steinbruch. Von diesem Industriegelände zum Güterbahnhof war eine Pferdeeisenbahn eingerichtet, die 1889 auf Dampfbetrieb umgestellt wurde. 1914, als im Laufe der Jahrzehnte von der Steinbruchfirma bereits große, bedeutende Abschnitte der Felswand weggesprengt waren, rutschten Teile der Burgruine vom Bergkamm zu Tal. Um die weitere Zerstörung der Burg zu stoppen, wurde der Steinbruchbetrieb stillgelegt. Dieses Ereignis motivierte Emil Frei, Rektor der katholischen Volksschule, das Theaterstück "Der sterbende Berg" zu schreiben. Seine Schüler führten es im Sommer 1922 auf der hinter der Isenburg befindlichen Freilichtbühne auf.

Das Ziegeleiwerk wurde 1938 abgebrochen und das Gelände sowie die Felswand aufgeforstet. Heute führen die gut ausgebaute Landstraße Hattingen-Niederwenigern und der Ruhr-Radwanderweg nah an diesen Punkten vorbei.

Alte Hattinger Bürger erinnern sich wahrscheinlich noch an den damals kursierenden Spruch: "Dä Isenberg is use Loreley vonne Ruhr."

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