Datenschutz

Schulen: EU-Verordnung erschwert Zeugnisse

Auch Schulen müssen sich auf die Regelungen der EU-Datenschutzverordnung einstellen.

Auch Schulen müssen sich auf die Regelungen der EU-Datenschutzverordnung einstellen.

Foto: Carmen Jaspersen

hattingen.   Am Gymnasium Waldstraße dürfen Lehrer nur Schulrechner nutzen. Andere erlauben Privatcomputer. Manche Lehrer sind verunsichert.

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Die neuen Datenschutzbestimmungen wirken sich auf Zeugnisse aus und haben Einfluss darauf, wo und wie Noten festgehalten werden. Es gibt verunsicherte Lehrer und einen unterschiedlichen Umgang mit dem Thema an Schulen. In Schulen seien die Computer datentechnisch sicher, versichert Sprecherin Susanne Wegemann. „Dafür sorgt die Stadt. Wie die Schulen den Datentransfer zwischen Lehrern und Schule regelt, ist innere Schulangelegenheit.“

Das Gymnasium Waldstraße geht auf Nummer sicher, Leiterin Anette Christiani ergreift Vorsichtsmaßnahmen. Lehrer geben Noten nicht mehr zu Hause ein, sondern an den Rechnern in der Schule im durch die Stadt gesicherten Netz. Die Schulleiterin schließt nicht aus, dass es zu Schlangen an den drei bis fünf Rechnern kommen könnte, doch würden die Noten für die 800 Schüler ja nicht an einem Tag eingegeben.

Erklärung unterschreiben

Die Realschule Grünstraße hat noch kein Schreiben vom Ministerium erhalten, wie zu verfahren ist. Schulleiter Jürgen Ernst wird vorgehen wie schon in der Vergangenheit, wenn die Zeugnisse für 760 Schülerinnen und Schüler anstehen. Wer zu Hause Daten am eigenen Laptop verarbeitet, muss für den Datenschutz sorgen und eine entsprechende Erklärung unterschreiben.

Das gilt auch am Gymnasium im Schulzentrum Holthausen. Die Daten seien verschlüsselt, sagt Schulleiter Gerd Buschhaus. Er erklärt: „Zeugnisse müssen wir ausstellen.“ Die Grundschule Bruchfeld geht sorgfältig mit den Daten der Schülerinnen und Schüler um wie auch schon in der Vergangenheit. Zeugnisse für 230 Kinder an nur einem Computer zu schreiben, sei aber utopisch, sagt Schulleiterin Anne Buschmann. Noten bekämen nur die Viertklässler. Für die Erst- bis Drittklässler würden stattdessen Texte geschrieben.

Lehrer nutzen auch private PCs

Lehrer nutzten auch ihre privaten PCs. „Wir sind alle keine IT-Experten“, sagt sie. Die Alternative wäre, die Stadt stelle den Lehrern Laptops, bringe diese auf den jeweils aktuellen Stand und sorge für Sicherheit.

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