Ostern

Das sind Hattingens größte Osterfeuer und die Regeln dafür

Osterfeuer der Feuerwehr Niederwenigern mit Essen, Trinken Tombola und Spielmannszug – 2016 am Rüggenweg in Hattingen.

Osterfeuer der Feuerwehr Niederwenigern mit Essen, Trinken Tombola und Spielmannszug – 2016 am Rüggenweg in Hattingen.

Foto: Archiv, Tassos

Hattingen.   In Hattingen werden mehr als 200 Osterfeuer brennen. Das sind die zehn größten Veranstaltungen und diese Regeln gelten für das eigene Feuer.

Rauch wird am Wochenende über Hattingen aufsteigen. 242 Osterfeuer wurden in diesem Jahr angemeldet. Damit sind es gut 300 Feuer weniger als im Rekordjahr 2007. Dafür sorgte vor allem eine Änderung der Vorschriften. Dennoch ist Hattingen eine der Städte mit den meisten öffentlichen Osterfeuern – zum Vergleich: In Witten und Velbert gibt es nur je 14.

Nur traditionelle Veranstaltungen erlaubt

Um die Masse zu reduzieren, gilt seit 2015: „Bei Osterfeuern muss es sich um gewachsene traditionelle Veranstaltungen handeln, die von Glaubensgemeinschaften, Organisationen, Vereinen oder Nachbarschaftsgemeinschaften ausgerichtet werden und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sind.“

Die Osterfeuer müssen angemeldet werden – auch, um Fehleinsätze der Feuerwehr zu vermeiden. Sie dürfen nur am Ostersamstag und Ostersonntag zwischen 18 und 24 Uhr abgebrannt werden.

Welches Holz auf das Feuer darf

Die Feuerwehr rät, nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz zu verbrennen. Erlaubt sind Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste. „Das Verbrennen von beschichtetem und behandeltem Holz (auch behandelte Paletten, Schalbretter und so weiter), und sonstigen Abfällen (wie Altreifen) ist verboten“, betont die Stadtverwaltung. Stichprobenartig werde der Fachbereich Bürgerservice, Recht und Ordnung dazu Kontrollen durchführen.

Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen

Zum Anzünden ist nur trockenes Stroh oder Reisig erlaubt. Die Feuerwehr warnt vor der Verwendung von Brandbeschleunigern. Als Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen rät die Wehr zu mindestens 50 Metern und 100 Metern zur Straße. „Bei aufkommendem Wind ist das Feuer zu löschen“, betonen die Retter und: „Halten Sie eine Zufahrt für Feuerwehr und den Rettungsdienst frei“.

Gefahr für Kinder

Das Feuer muss stets beaufsichtigt werden, bis die Brandstelle erkaltet ist. Unfälle passieren nicht selten mit kleinen Kindern, die die Gefahr nicht einschätzen können. „Strohballen können sich durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit“, warnt die Feuerwehr.

Erst kurzfristig umschichten für den Tierschutz

Aus Gründen des Tierschutzes rät Britta Kunz, Leiterin der Biologischen Station, dazu, das Holz erst am Morgen des Feuers auf- beziehungsweise umzuschichten. Sonst könnten sich Tiere – Mäuse, Igel, aber auch Fledermäuse – in den Stapeln aufhalten. Um die zu verjagen, genüge es beispielsweise nicht, nur gegen das Holz zu klopfen.

Notruf 112 wählen

„Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten, zögern Sie nicht, sofort den Notruf 112 zu wählen“, betont die Feuerwehr.

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