SAGEN

Das Interesse an Sagenseite zum Ruhrgebiet ist riesig

Für den  Hattinger Dirk Sondermann sind Sagen zu mehr als seinem Hobby geworden.

Foto: Hendrik Steimann

Für den Hattinger Dirk Sondermann sind Sagen zu mehr als seinem Hobby geworden. Foto: Hendrik Steimann

Hatttingen.   Der Hattinger Dirk Sondermann hat das Internet-Portal www.sagenhaftes-ruhrgebiet.de maßgeblich initiiert. Es hat schon über eine Million Aufrufe.

Sagen hatten für Dirk Sondermann (56) schon als kleinen Jungen ihren besonderen Reiz. Und so ist es bis heute geblieben. Doch auch , wenn der Hattinger um die Faszination dieser besonderen Erzählungen weiß: Dass das zum europäischen Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 maßgeblich von ihm initiierte Internet-Portal sagenhaftes-ruhrgebiet.de bis heute mehr als eine Million Mal aufgerufen worden ist, findet er gleichwohl – sagenhaft.

Exakt 1 148 589 Besucher, so Dirk Sondermann, hätten das Portal bis Anfang der Woche besucht – „das ist schon richtig gut für eine solche nicht animierte Webseite“. Zusammen mit den Machern der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 und einigen anderen baute er vor gut sieben Jahren die Internetseite www.sagenhaftes-ruhrgebiet.de auf. Interessierte finden hier an die 600 Sagen aus den elf kreisfreien Städten sowie den vier Landkreisen im Ruhrgebiet (inklusive GPS-Verortungen). Zudem gibt es auf dem Portal Informationen zu Autoren, die sich mit Sagen und ihrer Erforschung beschäftigen, Audio- und Video-Dateien von Sagen sowie Vorschläge für sagenumwobene Wanderungen und Radrouten und einen Sagen-Geocache. Und das alles kostenlos.

Täglich mindestens eine Stunde Portal-Pflege

Wurde der Aufbau des Internet-Portals von den Ruhr2010-Machern auch finanziell gefördert, so zahlt Dirk Sondermann den Erhalt der Sagenseite längst aus eigener Tasche. Auf einige hundert Euro jährlich beliefen sich die Serverkosten, verrät er. Zudem investiere er in die Pflege des Portals täglich mindestens eine Stunde Zeit – vor allem, um Anfragen von Besuchern des Portals zu beantworten. Ab und an ist aber auch einmal eine neue Sage in dieses aufzunehmen oder aber es sind Ortsbezüge von Sagen aufgrund neuer Forschungen zu aktualisieren. „Es ist schon viel Arbeit, diese Sagenseite allein zu pflegen“, gesteht Dirk Sondermann. „Aber die Freude überwiegt.“

Natürlich hätte er nichts dagegen, wenn jemand ihn ehrenamtlich bei der Portal-Pflege unterstützen würde, zumal er weiß: Was die Aufmachung betrifft, „ginge es besser“. Hauptziel dieser Seite aber bleibe es, die Sagen im Ruhrgebiet bekannt(er) zu machen.

Sagen sind wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes

„Sagen“, sagt Dirk Sondermann, der in seinen Urlauben regelmäßig auf den Spuren diverser Sagengestalten von Dracula über Rübezahl bis zu den Nibelungen unterwegs ist, „sind einfach ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes.“ Und die Auseinandersetzung mit ihnen fördere die Identifizierung mit dem lokalen Raum: „Ich finde, dass durch Sagen eine emotionale Bindung entsteht zum jeweiligen Ort, an dem diese spielt. Und dadurch eine Landschaft zur Heimat wird.“

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