Hattingen.

Das gilt für Radfahrer in der Hattinger Fußgängerzone

Die neue Beschilderung für Radfahrer zeigt die Regeln, die in der Altstadt in Hattingen gelten.

Die neue Beschilderung für Radfahrer zeigt die Regeln, die in der Altstadt in Hattingen gelten.

Foto: Fischer

Hattingen.   Teilweise ist die Fußgängerzone für Radfahrer freigegeben. Die Erfahrungen werden ein Jahr lang gesammelt. Danach wird neu überlegt.

Ein Jahr lang muss sich das Nebeneinander von Radfahrern und Fußgängern in der Fußgängerzone jetzt bewähren. Denn ab sofort, mit Fertigstellung der Beschilderung an 23 Standorten rund um die Fußgängerzone, haben Radler ein wenig mehr freie Fahrt in der Innenstadt. Damit soll Hattingen für Radfahrer attraktiver werden und zudem aktiv Klimaschutz betrieben werden.

Was ist jetzt erlaubt?

Radfahrer haben zwischen 19 und 9 Uhr freie Fahrt in allen Bereichen der Fußgängerzone der Innenstadt. Außerhalb dieser Zeit gilt weiterhin: Räder müssen geschoben werden. Ausnahme sind zwei Verbindungen: Von der Moltkestraße nach Norden auf die Hegger­straße und von der Augustastraße über Horst, Emsche­straße und Steinhagen zum Flachsmarkt. Hier dürfen Radler auch tagsüber uneingeschränkt fahren.

Warum gelten diese Zeiten?

„Damit bekommen Bürger die Möglichkeit, morgens mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder abends nach der Gaststätte nach Hause – wenn man nichts getrunken hat“, sagt Baudezernent Jens Hendrix. Dabei kollidiere der Fahrradverkehr nicht mit der Hauptzeit, zu der Einkäufer die Fußgängerzone nutzten.

Warum die Beschränkungen?

„Die objektive Sicherheit ist beim Radverkehr in Fußgängerzonen sehr hoch. Es passieren kaum Unfälle. Das Problem ist die subjektive Sicherheit“, sagt Hendrix. Deshalb startet nun eine einjährige Testphase. Verläuft die positiv, kann sich die Stadtverwaltung in Abstimmung mit der Politik eine weitere Öffnung der Fußgängerzone vorstellen. Radfahrer und Fußgänger sind zur gegenseitigen Rücksichtnahme angehalten.

Dürfen auch E-Bikes fahren?

Die Freigabe gilt für normale Fahrräder und für Pedelecs. Nicht erlaubt ist weiterhin die Nutzung anderer motorisierter Kleinräder oder auch von Segways.

Was wird außerdem getan?

Um die Innenstadt fahrradfreundlicher zu gestalten, wurden neue Abstellbügel installiert. Weitere sollen im Frühjahr folgen. Eine Fahrradgarage sei derzeit in der Fußgängerzone nicht in Planung, überdachte Stellplätze sind aber Bestandteil der Planungen zur Bahnhofstraße.

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