Corona-Pandemie

Corona: Inzidenzwert für Hattingen steigt auf 60,57 an

Im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern sind sowohl Mitarbeiter als auch Patienten mit dem Coronavirus infiziert.

Im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern sind sowohl Mitarbeiter als auch Patienten mit dem Coronavirus infiziert.

Foto: Hans Blossey / FFS

Hattingen.  In Hattingen steigen die Zahlen weiter an: Der Stadtwert liegt jetzt deutlich über 50 – und auch der Wert im EN-Kreis ist weiter angestiegen.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Ennepe-Ruhr-Kreises ist am Mittwoch auf den Wert 67,26 angestiegen, er liegt damit weiter über der für die verschärften Maßnahmen wichtigen 50.

In Hattingen sind aktuell 37 Personen an Covid 19 erkrankt

In Hattingen sind aktuell 37 Personen an Covid 19 erkrankt, zehn sind am Mittwoch hinzugekommen. Grund sind offenbar mehrere Fälle im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern, in dem laut Kreis sowohl Mitar­beiter wie Patienten betroffen sind. Der Inzidenzwert für Hattingen steigt damit auf 60,57 an.

Als ärgerlich bezeichnet Michael Schäfer, Leiter des EN-Krisenstabes, die im Internet zu findenden unterschiedlichen Angaben über den Inzidenzwert im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Am Mittwochmorgen fand sich auf der Seite des Robert-Koch-Instituts die Angabe 53,1, unsere Zahlen lieferten allerdings den Wert von 67,26. Offenbar ist es bei der nächtlichen und automatischen Datenübermittlung zu einem Fehler gekommen.“ Das Kreis will dieser Sache nachgehen – denn „derartig große Differenzen verunsichern die Bürger unnötig“.

Und so kommt die steigende Inzidenz im EN-Kreis zustande

Zwei positive Fälle unter Mitarbeitern eines Seniorenhauses in Herdecke waren bereits am 12. Oktober Anlass für das Gesundheitsamt für umfangreichere Tests. Drei Tage später lagen 13 positive Testergebnisse vor. Daraufhin wurden alle Bewohner und Mitarbeiter in den insgesamt fünf Wohnbereichen abgestrichen. „Die Untersuchungen lieferten jetzt 36 positive Befunde für Bewohner und 13 positive für Mitarbeiter“, berichtet Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein am Dienstagabend.

Neue Fälle meldet das Gesundheitsamt aus einem weiteren Seniorenheim in Herdecke und dem Franz-Arndt-Haus der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Zudem gibt es auch im Marienhospital in Witten Fälle, bei denen Mitarbeiter und Patienten erkrankt sind.

Krisenstab verärgert, dass Feste und Partys verschwiegen wurden

Bereits in der vergangenen Woche war der Krisenstab verärgert, dass mit dem Coronavirus infizierte Personen Feste oder Partys im privaten Bereich gänzlich verschwiegen oder diese Informationen erst Tage später nachgeliefert haben. „Feierlichkeiten im privaten Bereich sind laut Corona-Schutzverordnung des Landes nicht verboten. Werden sie allerdings verschwiegen, gefährdet man seine Mitmenschen und trägt im Ernstfall sogar dazu bei, dass sich das Virus unbemerkt weiter ausbreitet“, appelliert Michael Schäfer.

Auf die Hilfe der Bundeswehr will der Kreis noch verzichten, stattdessen soll auf weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung zurückgegriffen werden. „Stand heute sind wir optimistisch, die vor uns liegenden Herausforderungen so bewältigen zu können. Ob dies morgen und übermorgen auch noch so sein wird, gilt es Tag für Tag neu zu bewerten.“

Die verschärften Maßnahmen in den Risikogebieten können erst aufgehoben werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen im EN-Kreis unter 50 beziehungsweise unter 35 liegt, erklärt das Land NRW.

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