Coronavirus

Corona: Hattingerin (8) startet Malaktion für Seniorenheime

Die Hattingerin Lourena Weber (8) malt Bilder für Senioren in Heimen und das Personal, um diesen in Zeiten der Corona-Krise ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Die Hattingerin Lourena Weber (8) malt Bilder für Senioren in Heimen und das Personal, um diesen in Zeiten der Corona-Krise ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Hattingen  Lourena Weber (8) aus Hattingen malt in der Corona-Krise jede Menge bunte Bilder - um Seniorenheim-Bewohner zu erfreuen. Wie sie auf die Idee kam

Seit die Corona-Pandemie das öffentliche Leben mehr und mehr lahm gelegt hat, malt die Hattingerin Lourena Weber (8) Bild auf Bild. Nicht, um sich die Langeweile in dieser schwierigen Zeit zu vertreiben, sondern um Bewohnern in Seniorenheimen, die keinen Besuch mehr empfangen dürfen, eine Freude zu bereiten. Und sie und ihre Eltern hoffen, dass diese Aktion viele Unterstützer findet.

Auf ihre wunderbare Idee gekommen ist Lourena über ihre Oma in Werne, deren Mann vor wenigen Wochen verstorben ist - nein nicht an Corona, doch wegen dieses hochansteckenden Virus verbringt die Oma ihre Tage nun allein und ohne Besuche der Familie bei sich zu Hause.

Sie malt Bilder für ältere Menschen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in Heimen in Quarantäne sind

Als sich die Seniorin dann über ein selbstgemaltes Bild der Enkelin riesig freute, kam Lourena der Gedanke, auch für all' die älteren Menschen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in Heimen in Quarantäne sind, Bilder zu malen.

In den letzten Tagen hat die Drittklässlerin der Grundschule Oberwinzerfeld nun bereits an die 100 Bilder erstellt, die ersten hat sie bereits im Emmy-Kruppke-Heim in Welper bei einer Mitarbeiterin und einer Frau vom Seniorenbeirat abgeliefert - da die Einrichtung über keinen Briefkasten am Hauseingang verfügt, persönlich, aber im gebührenden Sicherheitsabstand.

Senioren im Emmy-Kuppke-Heim haben sich Fensterbilder gewünscht

"Lourena war sehr gerührt, als die beiden ihr dann den Dank aller Bewohner und Mitarbeiter übermittelt haben", sagt ihre Mutter, Nicole Weber-Spies (45). Und verrät, dass auf die Achtjährige seit einigen Tagen nun auch noch etliche Fensterbilder für die Bewohner dort anfertigt - das hatten sich diese ausdrücklich gewünscht.

Aber nicht nur das Emmy-Kruppke-Seniorenheim, auch weitere Seniorenheime in Hattingen, so Nicole Weber-Spies (45), hätten schon Bilder von Lourena bekommen - darunter das Altenheim St. Josef in Welper und das Haus Theresia in Bredenscheid.

Das gesamte vergangene Wochenende hat Lourena mit Malen verbracht

Lourena nimmt ihre neue Aufgabe dabei sehr ernst. So etwa hat das junge Mädchen, das sich im Sommer 2019 mit großer Leidenschaft an der Aktion #HATsteine beteiligt hat, das gesamte vergangene Wochenende mit Malen verbracht - und Mama Nicole und Papa Carsten (47) zudem mit eingespannt.

AchtjährIge bittet: "Malt mit mir, schenkt mit Euren Bildern allen, die uns brauchen, ein Lächeln."

Dennoch: Für jeden einzelnen Senioren in Hattinger Heimen ein Bild zu malen, das schafft sie nicht. Auf Facebook hat Nicole Weber-Spies (45) daher die von der Tochter initiierte Malaktion bereits publik gemacht, und die Achtjährige selbst bittet die Hattinger: "Malt mit mir, schenkt mit Euren Bildern allen, die uns brauchen, ein Lächeln. Malt mit mir für alle Senioren, Kranken, Ärzte, Schwestern, Verkäufer/innen, Menschen im Pflegedienst, Polizisten, Feuerwehrleute, Postboten, und, und, und. Und bleibt bitte alle zu Hause - und gesund."

Damit ein jeder die Welt nach Corona wieder so wahrnehmen kann, wie sie ja auch ist: bunt und farbenfroh, so wie Lourenas Regenbogen, den sie eben erst gemalt hat.

So kann man die Aktion unterstützen

Wer Lourena unterstützen und auch Bilder für Senioren (und andere) malen möchte, schreibt eine Mail an ihre Mutter: weberspiesnicole@aol.com. Diese verrät dann die Adresse der Familie, an die Unterstützer der Aktion die gemalten Bilder (verpackt in einen Briefumschlag) per Post schicken.

Beigelegt werden sollte zudem eine weitere Briefmarke, denn die Familie Weber-Spies verschickt die Bilder weiter mit der Post an die Seniorenheime, um zum Schutz der Bewohner und Mitarbeiter jeglichen Kontakt zu vermeiden.

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