Coronakrise

Corona: Hattingen steht zusammen, indem es Abstand hält

Heimbewohnerin Luise Müller spricht mit ihrer Tochter durch ein Fenster des Emmy-Kruppke-Seniorenzentrums an der Thingstraße in Hattingen-Welper.

Heimbewohnerin Luise Müller spricht mit ihrer Tochter durch ein Fenster des Emmy-Kruppke-Seniorenzentrums an der Thingstraße in Hattingen-Welper.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Hattingen in den Tagen der Coronakrise: Ein (Gedanken-)Streifzug durch die Stadt – mit vielen Bildern aus der City und den Stadtteilen.

Ist es eine Laune oder die Strafe von Mutter Natur? Nach gefühlt wochenlangem Dauerregen schenkt sie uns genau an diesen Tagen strahlenden Sonnenschein vom einem herrlich blauen Himmel – genau als wir es wegen der Corona-Krise nicht gemeinschaftlich erleben können. Dennoch gibt es hier jetzt einen Streifzug durch das Hattingen der vergangenen Tage, über denen steht: Abstand halten – Rücksicht nehmen – Herzlichkeit schenken!

Man kann es philosophisch betrachten, man kann es nüchtern und realistisch versuchen, zweifellos ist es für alle sehr emotional. Eben weil für alle eine persönliche Betroffenheit besteht – sei es durch eine Erkrankung im engeren Umfeld, durch Gedanken an Angehörige und Freunde, die womöglich zu einer der Risikogruppen gehören, sei es die Sorge um den Job und wie es nach der Krise weitergehen wird.

Hattingen steht zusammen, indem es Abstand hält. Etwa in Welper­, wo Passanten auch den beiden Schmelzern – der jüngsten Skulptur von Egan Stratmann – mit Mundschutz gegenüber treten. Oder im Emmy-Kruppke-Seniorenheim, in dem Gespräche durchs Fenster möglich gemacht werden, damit es für die Bewohnerinnen und Bewohner nicht zu einsam wird. Oder auch an der Ruhr, beim Ausflug mit dem Hund oder dem Rad (oder mit beidem) – auch hier achten die Menschen jetzt sorgsam aufeinander. Das ist Solidarität, das hilft vor allem den Alten und Schwachen unserer Gesellschaft.

Und dann sind da noch die, die das Leben in dieser Zeit am Leben erhalten. In dem sie sich in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen um andere kümmern; in dem sie die Strukturen des täglichen Bedarfs aufrechterhalten; in dem sie ehrenamtlich Hilfe anbieten, wo es gerade am nötigsten ist.

Einfach mal persönlich „Dankeschön“ sagen

Bitte immer daran denken: Ein persönlich ausgesprochenes Dankeschön etwa an der Kasse im Supermarkt, in einer Apotheke oder gegenüber einer Pflegekraft ist viel mehr wert, als Solidaritätsaktionen in sozialen Medien oder Fenstern. Diese tun vor allem der eigenen Seele gut, was natürlich auch nicht zu vernachlässigen und wichtig ist.

Ich habe festgestellt, dass ein ehrlich gemeintes „Vielen Dank für Ihren Einsatz, halten Sie durch und bleiben Sie gesund“ sofort ein Lächeln auf das Gesicht des Gegenüber zaubert. Machen Sie es auch!

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