Coronavirus

Corona-Ausbruch: Hattinger Klinik ergreift Schutzmaßnahmen

Am St.-Elisabeth-Krankenhaus in Hattingen-Niederwenigern gab es einen Corona-Ausbruch. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hat die Klinik Maßnahmen ergriffen.

Am St.-Elisabeth-Krankenhaus in Hattingen-Niederwenigern gab es einen Corona-Ausbruch. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hat die Klinik Maßnahmen ergriffen.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Nach dem Corona-Ausbruch auf einer Station hat das St.-Elisabeth-Krankenhaus einen Aufnahmestopp verhängt und führt umfangreich Abstriche durch.

Die rasant steigenden Infektionszahlen im Ennepe-Ruhr-Kreis werden aktuell durch Ausbrüche in zwei Krankenhäusern befeuert, darunter auch das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern. Nach Auskunft des Ennepe-Ruhr-Kreises gibt es in dieser Klinik insgesamt 15 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden seien: zwölf Patienten und drei Mitarbeiter.

Im Fall der Hattinger Klinik gehe es um eine Station, erläutert Kreissprecher Ingo Niemann auf WAZ-Anfrage. Das Krankenhaus habe mit einem Aufnahmestopp reagiert, außerdem seien „umfangreich“ Abstriche genommen worden. „Die waren bisher aber alle negativ“, betont Niemann. Eine weitere Maßnahme sei zudem, dass die Klinikmitarbeiter ihre Pause aktuell nur noch allein verbringen dürften.

„Die positiv getesteten Fälle der Patienten und Mitarbeiter konzentrieren sich ausschließlich auf eine geriatrische Station, die bereits mit dem Auftreten des ersten Falles isoliert wurde“, bestätigt Krankenhaus-Sprecherin Tanja Liebelt auf Anfrage der WAZ. „Das Personal dieser Station wird nur noch in diesem Bereich eingesetzt. Weiterhin besteht bereits seit einigen Tagen ein Aufnahmestopp für die Station.“

Krankenhaus führt Besuchsstopp ein

Seit Beginn der Pandemie halte sich das Krankenhaus an die mit dem Gesundheitsamt abgesprochenen Hygienebestimmungen, so Liebelt weiter. In der aktuellen Situation werden zudem von allen Mitarbeitern FFP-2-Masken getragen, im Umgang mit positiv getesteten Patienten auch Schutzkleidung.

Patienten mit Covid-19-Symptomen werden „konsequent in Einzelzimmern isoliert untergebracht.“ Allerdings gebe es immer mehr Betroffene, „die keine Symptome zeigen und bei denen sich erst im späteren Verlauf ein positives Testergebnis zeigt“, so Liebelt weiter. Von dem ursprünglichen Konzept positiv getestete Patienten in das Uniklinikum Essen zu verlegen, habe das St. Elisabeth-Krankenhaus abrücken müssen: „Dies ist aufgrund der steigenden Infektions-Zahlen momentan nicht gegeben.“

Auch einen Besuchsstopp hat das Krankenhaus mittlerweile verhängt – ebenfalls wegen der steigenden Infektionszahlen. Eine Ausnahme bilden dabei weiterhin Schwerkranke und Palliativ-Patienten.

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