Coronakrise

Corona: 15 Personen in Hattingen mit Coronavirus infiziert

Blick in das EN-Krisenzentrum im Schwelmer Kreishaus: In diesem Raum laufen täglich zwischen 6 und 22 Uhr alle Informationen zusammen.

Blick in das EN-Krisenzentrum im Schwelmer Kreishaus: In diesem Raum laufen täglich zwischen 6 und 22 Uhr alle Informationen zusammen.

Foto: UvK / EN-Kreis

Hattingen  Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt in Hattingen von Tag zu Tag an. Aktuell meldet der EN-Kreis 15 Fälle.

In Hattingen sind momentan 15 Personen mit dem Coronavirus infiziert, zwei mehr als am Vortag. 81 gelten als begründete Verdachtsfälle, zwei als geheilt. Dies hat der EN-Kreis mitgeteilt.

Die Zahl der Corona-Fälle im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt aktuell bei 92 (Stand: 24. März, 15 Uhr). Die Betroffenen wohnen in Breckerfeld (1) Ennepetal (6), Gevelsberg (13), Hattingen (15), Herdecke (15), Schwelm (5), Sprockhövel (6), Wetter (7) und Witten (24).

520 Bürgerinnen und Bürger im EN-Kreis gelten als begründete Verdachtsfälle

Als begründete Verdachtsfälle gelten aktuell 520 Bürgerinnen und Bürger. Sie verteilen sich auf Breckerfeld (21), Ennepetal (39), Gevelsberg (44), Hattingen (81), Herdecke (58), Schwelm (35), Sprockhövel (43), Wetter (27) und Witten (172). Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt die Vorgabe der Quarantäne für 1469 Personen im Kreis.

Die Zahl der als von Corona geheilt geltenden Bürger ist auf 11 gestiegen. Sie kommen aus Hattingen (2), Sprockhövel (6) und Witten (3). Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 1.

Seit mehreren Wochen bestimmt das Coronavirus die Arbeit im Kreishaus

Seit mehreren Wochen bestimmt das Coronavirus die Arbeit im Kreishaus. Spätestens mit dem Einberufen des Krisenstabes Ende Februar habe sich der Arbeitsalltag für viele Beschäftigte stark verändert, so der EN-Kreis in einer Pressemitteilung. "Im Fokus steht die täglich neue Herausforderung, die Bürgerinnen und Bürger des Ennepe-Ruhr-Kreises vor dem Virus zu schützen, sein weiteres Verbreiten zu verlangsamen."

Praktisch heißt das: Kontaktpersonen von bestätigen Fällen zu ermitteln statt Schuleingangsuntersuchungen zu betreuen, Dienstpläne für den Krisenstab zu schreiben statt Sitzungen der politischen Gremien vorzubereiten und mobile und stationäre Diagnostikstellen zu planen statt Lehrgänge an der Kreisfeuerwehrzentrale zu organisieren.

Arbeiten jenseits der Routinen, Abläufe müssen immer wieder angepasst werden

Zudem: Als Ansprechpartner für die Einsatzstäbe der Stadtverwaltungen erreichbar sein statt Büromaterial zu bestellen, Personendaten und Untersuchungsergebnisse in Listen einzutragen statt Jagdscheine zu verlängern und den Zugang zum Kreishaus zu kontrollieren statt in die Berufsschule zu gehen.

"Man kann den Zustand, in dem wir hier gerade arbeiten in jedem Fall als ,Ausnahmezustand' kategorisieren. Wir arbeiten jenseits vieler Routinen, müssen Abläufe immer wieder an die Lage anpassen und wenn wir abends gehen, weiß niemand der Beteiligten, was ihn hier am nächsten Morgen erwartet", berichtet Astrid Hinterthür, die Leiterin des Krisenstabs.

Als Beispiele verweist sie unter anderem auf die täglichen Arbeitszeiten, die an sieben Tagen in der Woche weit über das übliche Maß hinausgingen, auf Großeinsätze wie die Evakuierung der Klinik Königsfeld in Ennepetal und die für einen Tag eingerichtete mobile Diagnostik an Grundschulen in Herdecke und Witten.

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