Butterbrotmarkt

Butterbrotmarkt in Blankenstein ist sofort ein Erfolg

Großer Andrang auf dem Marktplatz: Die Initiatoren des Butterbrotmarktes in Blankenstein dürfen mit der Premiere mehr als zufrieden sein.

Großer Andrang auf dem Marktplatz: Die Initiatoren des Butterbrotmarktes in Blankenstein dürfen mit der Premiere mehr als zufrieden sein.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Brote, Wein, Bier, Geselligkeit – in gemütlicher Atmosphäre auf dem Marktplatz. Der erste Blankensteiner Butterbrotmarkt ist ein voller Erfolg.

Hinter dem Butterbrotmarkt in Blankenstein steckt eine einfache Idee: Die Arbeitswoche in angenehmer Atmosphäre ausklingen lassen. Und das ist bei der Premiere einvoller Erfolg, denn nicht nur Marktstände sind dabei, sondern auch die angrenzenden Ladenlokale. „Blankenstein ist plötzlich aus dem Dornröschenschlaf erwacht“, freut sich Bürgermeister Dirk Glaser.

Klein aber fein ist der Markt. Wenige, aber ausgesuchte Stände säumen den Marktplatz am Stadtmuseum. Nicole Haack etwa schmiert Sandwiches für Veganer und Kinder. Extra für den Butterbrotmarkt hat sie sich verschiedene Varianten überlegt. Eigentlich kocht sie für kleine Tischgesellschaften in Welper im „WeltKüR“ verschiedene Gerichte aus aller Welt. „Das Kindertoast hat ein Gesicht mit Augen aus Gurke und Olive“, erklärt sie. Aber sonst ist es gesund belegt, mit Paprika und Salat. Dazu die Salami als Zunge und Käsestreifen als Zähne. Einen Euro kostet solch ein dreieckiges Toastgesicht. „Dann kann man mehrere Sachen essen und ist nicht direkt satt.“

Bei „Comedor“ gibt es Pepititos

Nebenan bietet der „Whiskyviking“ aus Essen mit Whisky geräucherte Würstchen und Leberwurststullen — ebenfalls geräuchert— feil. Der ab­solute Renner, wenn man nach der Länge der Schlange geht, ist aber sicherlich das Angebot des Restaurants Comedor. Kleine Baguettes belegt mit Calamari, Hähnchenbrust oder Steak – so genannte Pepititos. Zwischen sechs und sieben Euro kosten die. Der Geruch weht über den gesamten Platz und mischt sich mit dem von Flammkuchen. Wer kann da schon widerstehen?

Thomas Wabnitz (62) nicht: „Der Flammkuchen ist superlecker. Später versuche ich noch beim Spanier was zu bekommen.“ Bis dahin genießt er den Rosé mit seiner Frau in der Nachmittagssonne. Vor allem der Ziegenpeter, Flammkuchen mit Creme, Ziegenkäse, roten Zwiebeln und Honig, kommt gut an sowie die klassische Variante mit Speck. Sechs Euro kostet einer. Die Variante mit Spinat sieben.

Alternative zu Altstadtfest und KAM

Der Markt kommt gut an. „Klasse“, findet ihn Sabine Pötsch. Altstadtfest und der KAM sind ihr zu voll und überlaufen, „längst kein Geheimtipp mehr“, wie ihr Mann Ralf weiß. Wichtig ist den Veranstaltern, dass es kein Wegwerf-Geschirr gibt.

Katrin Jacoby, eine Mitinitiatorin des Marktes, erklärt, dass sie mit allen Marktaufsteller über die Müll-Problematik gesprochen habe, und „alle waren direkt dafür, Plastik so gut es geht zu vermeiden.“

Der Flammkuchen mit Produkten vom Demeter-Hof Windrather Hof in Velbert wird auf handelsüblichem Geschirr serviert, der Wein kommt ins Weinglas. Remy’s Weinhandel ist ebenfalls mit einem Stand vertreten, der extra für den Feierabendmarkt konstruiert wurde. „Wir waren von der Idee begeistert und unterstützen gerne“, erklärt Julien Böse, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin den Stand betreibt.

Regionale und lokale Produkte

Die Qualität ist ein großes Thema auf dem Markt und hat auch für die Besucher großen Wert: „Ein Dis­counterwürstchen will ich hier natürlich nicht essen“, meint Ulrike Koch. Das gibt es hier auch nicht, sondern regionale und lokale Produkte zum Gleich-Genießen oder für später zuhause. Koch mag Abendbrot und hat sich von der Idee des Markts gleich angesprochen gefühlt. „Bütterken sind doch was feines, das mag ich.“

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