Bürgertreffs

Bürgertreffs in Hattinger Stadtteilen richten sich neu aus

Eine neue Heimat und Räume haben Vereine und Verbände aus Holthausen an der Dorfstraße 8 gefunden.

Foto: Volker Speckenwirth

Eine neue Heimat und Räume haben Vereine und Verbände aus Holthausen an der Dorfstraße 8 gefunden. Foto: Volker Speckenwirth

Im evangelischen Gemeindezentrum Holthausen starten kirchliche und andere Gruppen Tür an Tür. Auch städtische Seniorengruppen sind im Wandel.

Es hat gedauert, gab Unmut im Vorfeld, mehrere Besichtigungen und längere Verhandlungen. Bis sich alles einspielt und die alten und neuen Nutzer im Evangelischen Gemeindehaus zu einer großen Familie zusammenwachsen, wird es sicher noch dauern. Der erste Schritt ist jedoch gemacht, Räume werden jetzt bezogen. Und Pfarrer Frank Bottenberg ist zuversichtlich, dass vom neuen Leben im Haus der Kirche auf Dauer alle profitieren.

Jeder kann auch bei anderen Gruppen hereinschauen, mitmachen, ins Gespräch kommen, neue Interessen und Fähigkeiten entdecken und andere Leute kennenlernen. Die Stadt zahle zwar keine Miete, aber Betreuungs- und Nutzungskosten.

Belegungspläne permanent in Arbeit

Insgesamt werde das Zentrum künftig stärker genutzt als früher, sagt Bottenberg. Wie viele Gruppen und Teilnehmer sich ein Stelldichein geben, hat er noch nicht durchgezählt. Bis jetzt habe es aber gut geklappt, die Interessenten unterzubringen. An den Belegungsplänen arbeitet er permanent. Manche treffen sich regelmäßig, andere sporadisch wie etwa die Wandergruppe.

Aber auch die kirchliche Gruppe „Sieben Wochen ohne“ kommt nur bis Ostern zusammen, um die Aktionszeit gemeinsam zu gestalten. Für diese Zeit braucht sie Raum. Manchmal probt auch die Musikschule vor einem Konzert. Ist das gelaufen, bleibt wieder Zeit und Raum für andere Nutzungsmöglichkeiten. Das will koordiniert werden mit den regelmäßigen Treffen.

Hervorgegangen aus Altenstuben

Bürgertreffs an sich sind sowieso keine einheitliche Sache, sondern unterschiedlich je nach Ortsteil und Nutzern. Hervorgegangen sind sie aus den früheren Altenstuben, sagt Jürgen Siepermann vom Fachbereich Soziales und Wohnen der Stadt. Er ist zuständig für Seniorenbüro und Pflegeberatung. Und Ansprechpartner zahlreicher Seniorenbüros in den Ortsteilen.

Bei ihm kann auch nachgefragt werden, welcher Bürgertreff für eine private Nutzung zur Verfügung steht. Wofür ein Entgelt von 100 Euro zu entrichten und eine Kaution von 200 Euro zu hinterlegen ist.

Nicht nur die Bürgertreffs unterliegen einem Wandel. Auch die Senioren haben sich geändert, sagt Siepermann beispielsweise mit Blick auf die älteren Herrschaften, die in Selbstverteidigungskursen lernen, sich zu wehren.

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