Bürgerbusverein

Buchholz soll das Steuer übernehmen

Foto: WAZ

Hattingen.  Der 48-jährige Jurist und CDU-Stadtverordnete kandidiert für das Amt des Vorsitzenden im Bürgerbusverein.

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Der Bürgerbus ist ein Erfolgsmodell und seit dem Jahr 2005 in der Spur. Allein die Vorstandsarbeit des ihn tragenden Vereins war im Herbst 2011 erheblich ins Schlingern geraten. Mit personellen Konsequenzen: Josef Kettelhoit, Vater und Motor des Bürgerbusvereins, fühlte sich gemobbt und stieg zum 15. November aus (wir berichteten).

Jetzt steigt ein neuer ­Vereinsvorsitzender ein. Sein Name: Rolf-Peter Buchholz. Sein Auftrag: Den Bus in Schwung zu halten und die Vereinsführung wieder voll handlungsfähig zu machen. Dabei ist der neue Mann ein alter Hase. Wie sein Vorgänger Josef Kettelhoit ist auch Rolf-Peter Buchholz Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins. Formal muss der 48-jährige Jurist aus Niederwenigern in seinem neuen Amt noch bestätigt werden. Das soll im Rahmen der Jahreshauptversammlung am morgigen Mittwoch im Vereinsheim des TuS Hattingen geschehen und dürfte Formsache sein.

„Wir sind froh, einen überzeugenden Kandidaten gefunden zu haben, der den Verein gut kennt, eigene Akzente setzt und den längst fälligen Generationswechsel jetzt einleitet“, sagt Heinz Jüttendonk (75). Der Geschäftsführer hatte den Bürgerbusvereins nach dem Abgang Josef Kettelhoits (77) mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Weber (74) vorübergehend geführt. Jüttendonk und Weber wollen ihre Ämter noch zwei Jahre weiterführen.

Wie gut Rolf-Peter Buchholz den Verein kennt, zeigt sich daran, dass er „für den Fall meiner Wahl“ auf zwei Fahrspuren unterwegs sein will. „Ich möchte die Strecken sichern und die Fahrgastzahlen positiv gestalten“, erklärte er auf Anfrage der Hattinger Zeitung. „Ebenso wichtig ist es allerdings, den Zusammenhalt im Verein wieder herzustellen und jenseits jeder Parteipolitik für Frieden zu sorgen.“

Genau das war im Herbst vergangenen Jahres zu einem von mehreren Spannungsfeldern geworden – vor allem zwischen Josef Kettelhoit, dem CDU-Mann und Ex-Vorsitzenden der Senioren-Union, und Heinz Jüttendonk, dem SPD-Mann und ehemaligen Personalratschef der Stadtverwaltung. „Ich habe mehrere Personen mit verschiedenen Parteibüchern gefragt und mit Rolf-Peter Buchholz nun wirklich kein Problem“, so Jüttendonk über den CDU-Stadtverordneten.

Zwei wichtige inhaltliche Bremsklötze der Bürgerbus-Zukunft hat die „kommissarische“ Vereinsspitze in den vergangenen Wochen aus dem Weg geräumt. Die VER, Betreiber des Fahrzeugs, hatte eigene Vorstellungen von der Beschaffung eines neuen Busses und wollte durchsetzen, dass Fahrer über 70 Jahren aufhören müssen. Beide „Zumutungen“ (Jüttendonk) sind nach einem Gespräch im Düsseldorfer Verkehrsministerium vom Tisch, hieß es jetzt im Verkehrsausschuss.

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