Stadtpersonal

Beschwerde gegen Mitarbeiter des Ordnungsamtes

Erst im Juli hatte Andreas Wolff mit der Stadt (im Bild Christine Freynik) einen Kompromiss für den Betrieb des Skateparkes gefunden.

Erst im Juli hatte Andreas Wolff mit der Stadt (im Bild Christine Freynik) einen Kompromiss für den Betrieb des Skateparkes gefunden.

Foto: Fischer

Hattingen.   Auf der Skateranlage wurde ein Stadtmitarbeiter handgreiflich gegen Jugendliche. Die Stadt prüft den Vorfall nach einer offiziellen Beschwerde.

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Eine Dienstaufsichtsbeschwerde richtet Andreas Wolff vom Verein Rollkultur jetzt gegen einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Sein Vorwurf: Der Mann habe Wolff und Jugendliche auf der Skateanlage am Dienstag nicht nur verbal, sondern auch körperlich angegangen.

Wolff schildert, wie zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes ihn und andere Besucher aufforderten, die im Fahrradständer und am Rand geparkten Räder von dem Gelände zu entfernen. Dabei habe einer der Mitarbeiter „ohne für mich schlüssigen Grund“ die Stimme erhoben. Sein Kollege habe ihn in Richtung Ausgang gedrängt. Danach habe sich der Mann vom Ordnungsamt anderen Jugendlichen zugewendet. „Er wurde unverhältnismäßig laut und ebenfalls deutlich handgreiflich“, erklärt Wolff in seiner Beschwerde, die er am Mittwoch der Stadt vorlegte.

Video zeigt die Szene

Passantin Nadja Juskowiak bestätigt: „Er wurde immer lauter, hat Herrn Wolff gepackt. Das war bedrohlich, ein gewaltsames Einwirken.“ Ein Video, das der WAZ-Redaktion vorliegt, zeigt, wie der städtische Mitarbeiter einen Jugendlichen am Arm packt und wegdrängt. „Das steht ihnen in keinster Weise zu“, ist die Zeugin zu hören, woraufhin der Mann vom Ordnungsamt beharrt: „Das steht uns zu“.

Tatsächlich habe es bereits mehrfach Auseinandersetzungen mit dem Stadtmitarbeiter gegeben, erklärt Wolff. Handgreiflich seien diese bisher nie gewesen. Er räumt ein, dass in der Vergangenheit auch der Mitarbeiter von Besuchern der Anlage beleidigt worden sei. Der bestünde darauf, die Fahrräder vom Platz zu entfernen. „Wofür steht dann da ein Fahrradständer“, wundert sich Wolff. Die Regeln für die Nutzung der Anlage untersagen lediglich eine Nutzung von Rädern im Skatepark, nicht das Abstellen. Gefahren sei damit niemand, sagt Nadja Juskowiak.

Personalverwaltung prüft die Vorwürfe

Die Personalverwaltung der Stadt will den Vorfall nun untersuchen und die Mitarbeiter sowie deren Vorgesetzten hören. Vorher möchte sich Personaldezernent Frank Mielke nicht zu dem Fall äußern. Grundsätzlich werde eine Dienstaufsichtsbeschwerde aber geprüft und, so sie als gerechtfertigt betrachtet wird, interne arbeitsrechtliche oder disziplinarische Maßnahmen ergriffen.

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