Spielplätze

Das bietet der neue Bergbau-Spielplatz in Hattingen

Leonie, 6 Jahre, hat Spaß mit Mama Juliane Oehmig und schaukelt auf der Nestschaukel auf dem Spielplatz Müsendrei in Welper.

Leonie, 6 Jahre, hat Spaß mit Mama Juliane Oehmig und schaukelt auf der Nestschaukel auf dem Spielplatz Müsendrei in Welper.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Der Themenspielplatz „Bergbau“ im Müsendrei in Hattingen bekommt von Eltern und Kindern Lob. Es gibt aber auch Kritik an Rutsche und Parkplätzen.

Der Spielplatz Müsendrei wurde neu gestaltet. Das Thema: „Bergbau“. Auf dem Spielplatz gibt es verschiedene neue Geräte und Pläne für die Zukunft, die sich auch an Erwachsene richten. So schneidet der kürzlich eingeweihte Platz bei Eltern und Kindern ab:

Auf dem weitläufigen Gelände direkt am Wald, auf dem es früher eine Spateisenzeche gab, finden sich nun unter anderem verschiedene Schaukeln, eine Rutsche und eine Lore. Alle Spielgeräte wurden aus Holz gebaut. Spielnetze und Slacklines für die Holzpfähle müssen selbst mitgebracht werden. Die Einrichtung einer öffentlichen Grillstation ist in Planung.

Grillstation, Slacklines und Lore

Rabea Lüttenberg (38) aus Welper besucht die Anlage mit ihren beiden Söhnen. „Der erste Eindruck ist super – wenn man bedenkt, dass hier vorher nichts war und alles verwildert war. Es ist toll, dass in Welper jetzt so viel gemacht wird“, sagt sie. Gut findet die 38-Jährige, dass die Spielgeräte für kleinere und größere Kinder getrennt sind, „da die Großen ja häufig etwas wilder spielen“.

Ihr Sohn Mika (7) geht in die zweite Klasse der Erik-Nölting-Grundschule und hat besonders am Kletterhaus Gefallen gefunden. „Meine Jungs lieben Klettern“, erklärt Rabea Lüttenberg. „Wenn ich mir einen Themenvorschlag aussuchen könnte, wäre das ein Kletter-Spielplatz, bei dem es um Geschicklichkeit geht, zum Beispiel über Seile und Holzstämme balancieren.“

Weitläufige Anlange

Lucia Jahn-Otto (34) kommt aus Blankenstein und ist mit ihrem Sohn Theo (2) durch den Wald zum Müsendrei gelaufen. „Ich bin in der letzten Zeit öfter hier vorbeigefahren und habe geschaut, ob der Spielplatz schon geöffnet ist“, sagt sie. Ihr Fazit: „Ich finde den Spielplatz super; es ist für Klein und Groß etwas dabei. Mir gefällt besonders, dass die Anlage sehr weitläufig ist und die Spielgeräte nicht so eng beieinanderstehen.“

Mathias Kilfitt (41) aus Welper besucht den Spielplatz heute zum ersten Mal mit seinem 15 Monate alten Sohn Jonte, der mit Bagger, Eimer und Schüppe bestens für den Sandkasten ausgestattet ist. „Es ist schön, dass sich mal etwas getan hat“, freut sich Mathias Kilfitt. „Wir spielen sonst meist im Garten, aber ein Spielplatz ist natürlich wichtig, damit die Kinder untereinander in Kontakt kommen.“ Dies sei bisher in Welper schwierig gewesen, da Spielplätze fehlten. „Zurzeit findet hier ein Generationswechsel mit vielen Kindern statt, deshalb ist es gut, dass endlich Spielplätze gebaut werden.“

Rutsche ist einigen zu steil

Mathias Kilfitt habe aber auch schon kritische Stimmen gehört: „Die Rutsche ist einigen zu schnell und zu steil. Außerdem haben manche Bewohner Angst, dass sich abends etwas Negatives auf dem Spielplatz abspielen könnte oder fühlen sich in ihrer Ruhe gestört. Ich denke, man sollte jetzt einfach dranbleiben, damit der Spielplatz nicht verkommt.“

Auch Juliane Oehmig (29) und ihre Tochter Leonie (6) sind heute zum ersten Mal auf dem Themenspielplatz. „Vorher haben wir immer den neuen Spielplatz Auf dem Haidchen besucht, weil wir dort wohnen. Aber jetzt wollten wir uns diesen Spielplatz auch einmal anschauen“, erzählt Juliane Oehmig. Leonie hat Spaß auf der Nestschaukel und freut sich schon auf ihre Freundin, die gleich zum Spielen kommt.

Probleme mit Parkplätzen

Die Anwohner Silvia (65) und Jörg (68) Hannemann sind verwundert, dass sie keine Vorabinformation über die Eröffnung erhalten haben. Außerdem finden sie, dass es zu wenig Parkmöglichkeiten gibt: „Es kommen ja jetzt auch viele Familien von außerhalb zum Müsendrei – was schön ist, aber wir haben hier viel zu wenig Parkplätze“, sagt das Ehepaar. „Wir parken meist beim Penny-Markt, obwohl direkt vor unserer Haustür eine ungenutzte Wiese liegt, aus der ein Parkplatz gemacht werden könnte.“

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