Oster-Basteln

Beim Basteln im Stadtmuseum in Blankenstein wird es kreativ

Hannah (v.l.), Käthe und Martha trocknen mit dem Föhn ihre Keilrahmen, die sie vorher mit Streifen, Rechtecken und Quadraten aus alten Büchern und Zeitschriften beklebt haben. Später wurden die Kunstwerke weiter verschönert.

Hannah (v.l.), Käthe und Martha trocknen mit dem Föhn ihre Keilrahmen, die sie vorher mit Streifen, Rechtecken und Quadraten aus alten Büchern und Zeitschriften beklebt haben. Später wurden die Kunstwerke weiter verschönert.

Foto: Fischer

hattingen.   Drei Tage lang bastelten die Kinder beim Osterworkshop im Stadtmuseum in Blankenstein mit mehreren Materialien. Am letzten Tag kommt Wehmut auf.

Bevor der Osterworkshop „Mustermix und andere lustige Dinge“ startet, sorgt eine kleine Spinne bei den sechs- bis elfjährigen Teilnehmern im Stadtmuseum in Blankenstein für Aufregung. Sie krabbelt im mit grünen Kissen gestalteten Sitzkreis umher, ehe Alexandra Luczak das Tier mit den Händen einsammelt und es durch das Fenster wieder nach draußen in die Freiheit entlässt.

Kinder bekommen Tipps für gerade Kanten

Nach der Rettungsaktion geht es für die 14 Kinder an die Arbeit. Zuerst aber werfen sich die Kleinen karierte Kittel um, damit die Kleidung sauber bleibt. Denn in der Folge wird es klebrig. Die Nachwuchsbastler sollen weiße Keilrahmen mit Stücken aus Seiten von alten Büchern oder Zeitschriften wie ein Teppichmuster bekleben.

Kurz nachdem Luczak den Arbeitsauftrag formuliert, schmale Streifen, Quadrate und Rechtecke aus den Seiten zu trennen, geht das große Reißfestival auch los. „Macht das langsam und in Ruhe“, muss Luczak die Kinder im Eifer des Gefechts bremsen. Sie gibt ihnen dabei noch einen Tipp mit auf den Weg: „Es kann euch helfen, wenn ihr die Seite vorher knickt. Dann haben die Formen auch gerade Kanten.“

Am Kleister sollen die Bastler nicht sparen

Auf den Tischen stapelt sich allmählich das Papier. Deshalb kommt nun der Kleister zum Einsatz. Luczak weist die Gruppe darauf hin, nicht zu sparsam damit umzugehen, wenn später alles gut kleben soll. Felix beherzigt diese Anweisung und trägt den Kleister sogar mit den Fingern auf.

Als es ihm zu klebrig wird, steigt er auf den Pinsel um. Der Achtjährige hält in diesem Workshop als einziger Junge die Männerehre hoch. „Ich bastele gerne“, sagt er, „meine Schwester Emma hat mich überredet mitzukommen. Ich habe jetzt auch neue Ideen für zu Hause.“

Die vormals verpackten Keilrahmen nehmen langsam aber sicher Gestalt an – mal frei aus dem Bauch heraus, mal geplant. „Ich wollte meinen Rahmen mit vielen Stücken bekleben, auf denen Text zu sehen ist“, erzählt die Zehnjährige Henrike.

Hannah findet es schade, dass es vorbei ist

Nach einigen Minuten schallen immer mehr „Fertig“-Rufe durch den Saal in der zweiten Etage und es bildet sich eine Schlange vor dem Föhn. Luczak mahnt eines der Kinder beim Trocknen des Kunstwerks an, den Föhn nicht zu nahe an das Papier zu halten. Zum endgültigen Trocknen werden die fertigen Bilder auf den Boden gelegt. Denn erst später verzieren die Kleinen die Keilrahmen mit bunten Fäden.

Hannah hat alle Teile gut festgeklebt, aber an wenigen Ecken steht das Papier noch ab. „Da muss ich noch weiterföhnen“, sagt die Zehnjährige, die mit Wehmut auf das Ende des dreitägigen Workshops blickt: „Ich finde es schade, dass alles schon vorbei ist.“ Sie verrät aber auch, dass sie im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder teilnehmen will.

>>>Das bastelten die Kinder beim Osterworkshop außerdem

Neben den Keilrahmen gestalteten die Teilnehmer am Osterworkshop auch Armbänder, Traumfänger aus einer alten CD, bemalte Teppiche aus Pappkartons und eine Mappe, in der all diese Utensilien aufbewahrt werden.

Zudem schlugen sie Nägel mit dem Hammer in der Form des Anfangsbuchstabens ihres Namens auf einem Stück Holz ein. „Es ist gut, dass sie Kinder verschiedene Materialien kennengelernt haben“, sagt Alexandra Luczak dazu.

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