Stadtentwicklung

Baumrochade an der Hattinger Bahnhofstraße

Baudezernent Jens Hendrix.

Baudezernent Jens Hendrix.

Foto: Fischer

Hattingen.  Weil mehr Leitungen im Boden liegen, wird die Straßenmitte begrünt. Stadt stellt den Bürgern das Konzept vor und spricht über Anliegerbeiträge.

Seit zwei Jahren ist die Bauverwaltung der Stadt mit Umbauplänen für die Bahnhofstraße unterwegs. Für rund 2,2 Millionen Euro soll der Straßenzug zu einem „Tor zur Ruhr“ umgestaltet werden. Jetzt gibt es eine Änderung, die den Blick auf die neue Bahnhofstraße prägen wird: Bäume im Bereich der jetzigen Straßenmitte.

In der ursprünglichen Planung sollte vor allem die Nordseite der Bahnhofstraße mit Bäumen bestückt werden. „Jetzt hat sich herausgestellt, dass gerade dort viel mehr Leitungen im Boden liegen, als wir gedacht haben“, sagt Baudezernent Jens Hendrix. Im östlichen Teil der Bahnhofstraße sollen die meisten Bäume nun an der Südseite der Straße ihren Platz finden. Im westlichen Teil – zwischen Ruhrgasse und Martin-Luther-Straße, geht auch das nicht. Bleibt: die Straßenmitte.

Einladung für den 17. September

„Dort liegen ja noch die Gleise, die wir herausnehmen werden“, beschreibt Sonja Kötter von der Bauleitplanung die Situation. „Und weil unter Gleisen keine Leitungen liegen, werden wir die neuen Bäume genau dort pflanzen.“

Ein weiterer Rad- oder Fußgängerweg entsteht in diesem zwei bis fünf Meter breiten Baumstreifen allerdings nicht. Die Bürgersteige bleiben links und rechts der beiden dann getrennten Fahrstreifen.

Die Grundzüge der Umbauplanung bleiben erhalten. Roter Asphalt charakterisiert die 850 Meter lange Bahnhofstraße als Mobilitätsband für Autos und Radler. Nach der Herausnahme der Gleise wird die Fahrbahn saniert und verkehrsberuhigt, die Bahnhofstraße an der Kreuzung Kreisstraße/Wülfingstraße vorfahrtsberechtigt. Drei überdachte Fahrrad-Abstellanlagen mit E-Bike-Ladestationen sollen die vorhandene an der August-Bebel-Straße ergänzen: am Amtsgericht, am Alten Kreishaus und am Amtshaus Nummer 48.

Durchstich unterhalb der Amtshäuser

Das „Tor zur Ruhr“ als Bogen von der Stadt zur Landschaft lebt indes auch vom zweiten Teil des Konzepts: dem Durchstich von der Bahnhofstraße zur Ruhr unterhalb der Amtshäuser. Dazu zählt ein neuer Gebäudekomplex im hinteren Teil des städtischen Grundstücks. Oben könnten Wohnungen entstehen, unten Gastronomie.

Die Stadt will den Bürgerinnen und Bürgern die aktuellen Planungen am Montag, 17. September, ab 18 Uhr im Gemeindehaus St. Peter und Paul vorstellen. Dann soll auch über Anliegerbeiträge geredet werden. Die Stadtspitze weiß, dass bei dem Thema Unmut aufkommen kann – und bringt Beispielsätze mit, um zu zeigen, was auf die Bürger zukommt.

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