Gartenstadt

Ausschuss kassiert Baupläne für Bogenstraße in Welper ein

Die Gartenstadt Hüttenau plant eine Bebauung ihres Grundstücks an der Bogenstraße in Hattingen.

Foto: Michael Korte

Die Gartenstadt Hüttenau plant eine Bebauung ihres Grundstücks an der Bogenstraße in Hattingen. Foto: Michael Korte

Hattingen.  Alle Fraktionen stimmen gegen das Neubauprojekt der Gartenstadt Hüttenau. Auch die abgespeckte Version überzeugt die Politik nicht.

Einstimmig dagegen: Keinen Zweifel ließ der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend an seiner Haltung zum geplanten Bau von acht Doppelhaushälften in Welper. Die Gartenstadt Hüttenau will zwischen Bogenstraße und Lange Horst nachverdichten und ein 4500 Quadratmeter großes Areal bebauen, das zurzeit als Gartenland genutzt wird.

Schon die erste Planung hatte die Politik als zu wuchtig kritisiert. Nun gab es auch für die um zwei Doppelhaushälften abgespeckte und um eine Stichstraße erweiterte Version keine Zustimmung. Größtes Problem: die Nähe zur Sportanlage. Die beiden Fußballplätze liegen so dicht am Standort, dass ein Lärmgutachten eingeholt wurde. Ergebnis: Während des Spielbetriebs auf dem Rasenplatz ist mit einer Überschreitung der Richtwerte zu rechnen.

Was, wenn die SG Welper aufsteigt?

Während Gartenstadt Hüttenau und Bauverwaltung die Situation für tolerierbar halten und für zwei Häuser vorschlagen, „keine zu öffnenden Fenster von schutzbedürftigen Aufenthaltsräumen anzuordnen“, zog die Politik die Rote Karte. „Weil spätere Klagen nicht auszuschließen sind, stimmen wir dagegen“, sagte Lothar Kipscholl (CDU). „Wollen wir Sportvereine und Schulsport gefährden, nur um ein paar Häuser zu bauen?“, fragte Carsten Bäcker (SPD). Lothar Knippel von den Linken wollte wissen, was denn passieren würde, wenn die SG Welper aufsteigt und mehr Zuschauer bei den Heimspielen mehr Lärm verursachen.

Auch dass jetzige Anlieger künftig Schwierigkeiten hätten, ihre Garagen zu erreichen, kam bei den Fraktionen nicht gut an. „So geht man nicht mit Menschen um, eine Frechheit ist das“, meinte Kipscholl.

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