Gastronomie

Aus dem Hattinger Odeon wird Las Olas Pintxos

Tapas essen zu einem Getränk: Koch Rubén Bria Dobao (links) und Inhaber Sabri Arslan servieren spanische Kleinigkeiten.

Tapas essen zu einem Getränk: Koch Rubén Bria Dobao (links) und Inhaber Sabri Arslan servieren spanische Kleinigkeiten.

Foto: Alexandra Roth

Hattingen.   Sabri Arslan hat aus dem Odeon an der Johannisstraße das Las Olas Pintxos gemacht. Er will spanisches Lebensgefühl in die Altstadt bringen.

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Mit Tapas und Co. hat Sabri Arslan im Las Olas an der Emschestraße 42 großen Erfolg. „Am Wochenende sind wir immer ausgebucht, es kommen sogar Gäste aus Recklinghausen, Bochum, Essen und Düsseldorf“, erklärt der Gastronom. Das machte ihm Mut, mehr zu wagen: Jetzt hat er das ehemalige Odeon an der Johannisstraße 1 übernommen – und es Las Olas Pintxos genannt.

Einfach nur ein Ableger vom Las Olas soll das Las Olas Pintxos nicht sein. „Das hätte ich auch machen können, das hätte ich voll bekommen.“ Aber das ist Sabri Arslan eben auch zu langweilig. „Ich möchte hier ein Konzept ausprobieren, das es in der Region nicht gibt und in Deutschland auch nur selten. Damit möchte ich Menschen begeistern. In lockerer Atmosphäre sollen die Gäste etwas trinken und dabei hauptsächlich Pintxos probieren. „Pintxos habe ich in Spanien kennen gelernt. Das heißt übersetzt so viel wie Spieße. In Spanien sind Kleinigkeiten auf Zahnstocher gesteckt, man kann sie zum Getränk essen, sie liegen auf der Theke. Eins-zu-eins setze ich das nicht um, aber es soll das spanische Lebensgefühl in die Altstadt bringen.“ Ein lockerer Treffpunkt, in dem auch einfach nur etwas getrunken werden kann, soll das Las Olas Pintxos sein. „Stimmung ist mir wichtig.“

Gin und iberische Wurst

Eine eigene Gin-Karte gibt es. „Gin ist in Spanien sehr beliebt, wir geben Tonic-Empfehlungen dazu“, sagt der 37-Jährige. Das Ambiente dafür ist ideal. 30 Sitzplätze an Tischen gibt es, dazu können noch 40 Menschen an der Theke Platz finden. „Mir gefällt das Resto-Bar-Konzept. Die Menschen sollen ruhig nach dem Essen aufstehen, an die Theke gehen, oder gleich dort eine Kleinigkeit essen.“ Salvador Dalì blickt von der Wand, schräg weg vom Flamenco-Tänzer an einer anderen Wand.

Die Gerichte hat Arslan mit seinem Koch aus Barcelona, der seit drei Jahren für ihn arbeitet, selbst ersonnen. Vieles findet sich hier, was es auf der Karte im Las Olas nicht gibt. Pintxos, erklärt Koch Rubén Bria Dobao, „sind Kleinigkeiten, Tapas sind größer“. Bacalao, Kabeljau, steht auf der Karte, es gibt iberische Wurst im Teigmantel, als Nachtisch zum Beispiel Churros.

Kristallbrot aus Spanien

Und eigens aus Spanien importiert wird das so genannte „Kristallbrot“. „Es ist ganz dünn und knusprig, wir bieten es an mit Tomate oder mit Iberico-Schinken und Tomate“, sagt Arslan.

Marinierte Sardellen auf Tomatenscheiben tragen den Namen „Matrimonio, das heißt Ehepaar“, sagt Bria Dobao. Gemüse mit Wachtelei, Spiegelei oder spanischer Kartoffelsalat mit Mayonnaise, Thunfisch, Ei sind zu haben. Und was Popeye heißt ist natürlich mit Spinat: Spinatcreme mit Käse überbacken.

Für Praktika in den Süden

Die Liebe zur spanischen Küche und Lebensweise entdeckte der aus der Türkei stammende Kurde Arslan, der mit 15 Jahren alleine nach Deutschland kam und seit seinem 16. Lebensjahr in der Gastronomie arbeitet, bei seiner Arbeit in einem spanischen Restaurant in Essen. „Ich habe auch in Großgastronomien zum Beispiel in Bochum gearbeitet, bin für Praktika nach Spanien gefahren.“ Er fährt bis heute häufig dorthin, denn, so sagt er, „man lernt nie aus“.

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