Ferienprojekt

Auf dem Weg zu besten Freunden

Hündin Santa mit Mia.

Hündin Santa mit Mia.

Foto: Fischer / Funke Foto Services

Hattingen.  Hundetrainerin Rita Sieberg-Karwatzki gibt Tipps, wie Menschen richtig mit Hunden umgehen und ihre Bedenken vor den Vierbeinern abbauen.

Ein Sprichwort beschreibt Hunde als die besten Freunde des Menschen. Doch es gibt Menschen, die sich vor Hunden fürchten und den Kontakt meiden. In einem „Kind-Hund-Projekt“, das in dieser Woche an der Heggerfeldschule läuft, sollen Berührungsängste bei jungen Schülern abgebaut werden.

Santa und Blue Eye können nicht nur lieb schauen, sie tun auch keiner Fliege etwas. Die beiden Vierbeiner gehören Hundetrainerin Rita Sieberg-Karwatzki, die zwei Kurse mit je 15 Kindern leitet. Mit den der beiden sibirischen Huskys zeigt die Hundetrainerin den richtigen Umgang mit Hunden auf. „Zu Beginn der Kurse hatten vier Kinder Bedenken, sich den Tieren zu nähern. Diese Angst hat sich nun schon gelegt“, freut sich Sieberg-Karwatzki über den Erfolg. Der ist nur möglich, wenn der Mensch zum Tier eine Bindung herstellt. Zwischen einem Hundehalter und seinem Haustier entsteht nach und nach eine vertraute Beziehung und dadurch ein eingespieltes Team. Der erste Schritt dazu gelingt aber auch schon mit fremden Hunden.

Vom Knurren bis zum Zuschnappen

„Ein Mensch muss die Denkweise und den Charakter eines Hundes kennenlernen“, sagt die Trainerin. So dürfen die Begegnungen nicht zu überstürzt sein, damit der Hund nicht überfordert wird. Wenn zu viele Menschen auf einmal auf einen fremden Hund einreden und ihn streicheln wollen, kann das Tier die Übersicht verlieren. Streicheln und füttern sollten Fremde einen Hund sowieso nur nach Absprache mit dem Halter. „Es kann sein, dass der Hund bestimmte Erlebnisse hinter sich hat und sich nicht streicheln lässt, sondern zuschnappt“, erklärt Sieberg-Karwatzki. In der Regel knurrt ein Hund zunächst, wenn ihm etwas nicht gefällt. „Dies sollte eine Warnung für Menschen sein. Die zweite Stufe ist Zähnefletschen, die dritte Zuschnappen.“

Wie also sollten sich Menschen verhalten, die Angst vor Hunden haben? Sie müssen es nach und nach lernen. Hunde selbst nehmen unterschiedliche Verhaltensweisen von Menschen am Geruch wahr, sogar über mehrere Kilometer. „Es bringt in diesem Fall nichts, sich zu zwingen, keine Bedenken zu haben“, so die Hundetrainerin.

Joggern, die Hunden begegnen, helfe es, den Blick abzuwenden. Allerdings müsse das schon Tier im Auge behalten werden. Komme es nicht näher, könne man einen Bogen um den Hund machen“, sagt Sieberg-Karwatzki. Der Bogen sei ohnehin der richtige Weg, um sich einem Tier zu nähern. Dies sollte niemals frontal geschehen, um das Tier nicht zu erschrecken. „Zu der richtigen Begegnung gehört zudem viel Ruhe“, rät die Tierexpertin.

Sie zeigt den Kindern in der Projektwoche unter anderem auch, wie Hunde reagieren, wenn Menschen weglaufen oder wie sie richtig an der Leine geführt werden. Damit beide Seiten zu besten Freunden ohne Angst voreinander werden.

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