Hattingen. . Wenn Winterhormone auf Sommerhormone treffen, hat der Körper keine Lust.

Der Frühling ist da und die Motivation im ersten Moment groß: Viele wollen raus und nach dem langen und dunklen Winter etwas in der Sonne unternehmen, die Wohnung putzen, den Garten herrichten oder einfach nur den eigenen vier Wänden endlich entgehen.

Und dann bleiben einige doch zunächst noch lange unmotiviert auf ihrem Sofa sitzen: Frühjahrsmüdigkeit ist ein Phänomen, das vor allem jetzt jeden treffen kann. Bis etwa Mitte April können Symptome, wie Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit und Müdigkeit bleiben. Das Phänomen wird durch den Hormonhaushalt im Körper verursacht. Das Winterhormon Melatonin wird von dem durch Sonne und Licht ausgeschütteten Hormon Serotonin abgelöst. Dem Organismus vermitteln diese zwei gleichzeitig auftretenden Botenstoffe verschiedene Signale. Ergebnisse sind: Stimmungsschwankungen sowie Antriebs- und Lustlosigkeit. Dieser Zustand hört erst dann wieder auf, wenn die Hormone wieder im Gleichgeweicht sind.

Tipp 1: Bewegung

Das Zauberwort, um dem Körper zu helfen aus der Frühjahrsmüdigkeit zu finden, heißt Bewegung. Ein täglicher Spaziergang von zehn Minuten bewirkt dabei schon Wunder. Frische Luft und Tageslicht regen die Produktion von Serotonin an und geben einem damit Kraft und Antrieb. Die Frische der Natur im Frühling weckt zudem die Lebensgeister und macht sowohl Körper als auch Geist fit.

Tipp 2: Gesunde Ernährung

Neben der täglichen Bewegung ist ebenso gesunde Ernährung von großer Wichtigkeit, um die Ausgelaugtheit hinter sich zu lassen. Viel Wasser, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte regen den Stoffwechsel an und geben Energie. Im Winter neigt der Mensch dazu, fett- und kohlenhydratreich zu essen, während der Hormonumstellung im Frühling benötigt der Körper aber vor allem mehr Vitamine und Proteine als üblich. Am besten sind mehrere kleine Mahlzeiten. Große Nahrungsmengen machen den Körper nur noch träger.

Tipp 3: Tagesrhythmus

Es hilft auch, wenn möglich, den Tagesrhythmus nach der Sonne auszurichten, früh aufzustehen und früh zu Bett zu gehen.