Hattingen. Graues Welper, interessantes Welper: In einem Meinungsforum beurteilen WAZ-Leser Baumaßnahmen der Stadt Hattingen völlig unterschiedlich.

Danke für den Überblick über die Umweltaktivitäten in Hattingen. Dabei fällt auf, dass nur drei davon der Stadt zuzuordnen sind, denn auch die wenig durchdachte Klimabaum-Aktion ist keine primäre Initiative der Stadt. Frau Zuuring hat recht: Es muss schneller gehen. Darum hier einige Fragen: Was ist mit Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und auch auf neu errichteten Privatgebäuden? Was ist mit der zunehmenden Zahl der Schottergärten, auch „Gärten des Grauens“ genannt? Beides ist in anderen Städten längst geregelt beziehungsweise untersagt. Wo bleibt eine angemessene Baumschutzsatzung? Statt hier endlich tätig zu werden, werden in Hattingen zwei Wälder vernichtet für Gebäude, von denen zumindest eins von der Bevölkerung nicht gewollt und überflüssig ist. Bei der Umgestaltung der Thingstraße in Welper wurde im Bereich der Apothekenzeile eine graue Einöde geschaffen mit wenigen Alibibäumen, obwohl für zwei Baumreihen Platz gewesen wäre, die in einigen Jahren bei den immer häufiger auftretenden Hitzewellen den Menschen Schatten gespendet und die Aufheizung des Pflasters reduziert hätten. Frau Zuuring stellt fest: Entscheidungsträger sind gefragt. Ich stelle fest: Kluge und umweltbewusste Entscheidungsträger sind gefragt. Leider gibt es in Hattingen davon nur wenige. Julia Osterhoff