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An die Ausbildung, fertig, los: Azubis in Hattingen gesucht

Beratung durch Holger Kost, Geschäftsführer bei Kerkemeier.

Foto: Fischer

Beratung durch Holger Kost, Geschäftsführer bei Kerkemeier. Foto: Fischer

Hattingen.  Hattinger Unternehmen suchen noch Auszubildende. Das ist oft nicht einfach. Die WAZ stellt einige Angebote von der IHK-Ausbildungsmesse vor.

Vom Webdesigner über Koch, Steuerfachgehilfe, Einzelhandelskaufmann, Fleischer, Kaufmann für Versicherungen/Finanzen, Drogist bis zum Fernkraftfahrer haben überwiegend lokale Firmen freie Ausbildungsplätze mit zur dritten, vom IHK-Regionalbüro organisierten Messe „Ausbildung in Hattingen“ am gestrigen Freitag im Reschop Carré gebracht. Die WAZ stellt einige freie Ausbildungsplätze mit guten Übernahmechancen und Karrieremöglichkeiten vor.

Ewals Cargo Care

Die nachlassende Qualität der Bewerbung und jährlich schlechtere Ergebnisse bei Einstellungstests sowie Unzuverlässigkeit beim Einhalten von Terminen beklagt Pia Malutzki, Ausbilderin bei Ewals Cargo Care. Das in vierter Generation inhabergeführte Unternehmen sucht zwei Auszubildende für den Bereich Kaufmann Spedition und Logistik. Einen Realschulabschluss sollten die Bewerber haben. 2000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen insgesamt, 14 in Hattingen. „Wir sind ein junges Team in Hattingen, der Altersdurchschnitt liegt bei 26 Jahren.“ Die Karrierechancen sind gut: „Unser Niederlassungsleiter ist 27, war bis vor fünf Jahren selbst Azubi“, sagt Malutzki.

B&B Hydraulik-Technik

Zum Zerspanungsmechaniker, Fachrichtung Frästechnik, möchte B&B Hydraulik-Technik einen jungen Menschen ausbilden. Zwölf Mitarbeiter zählt die Firma. Eine Drei in Mathe sollte es auf dem Zeugnis schon sein, „denn räumliches Denken ist für die Arbeit einfach erforderlich“, so Geschäftsführer Helmut Brocke. Zuverlässigkeit und ein gutes Gefühl bei einem Bewerber sind ihm wichtig. „Ein guter Hauptschulabschluss ist mir ebenso lieb wie ein schlechter Realschulabschluss“, erklärt er. Schon manches Mal hat er von jungen Menschen eine Absage für die Ausbildung bekommen, „weil sie keine Lust hatten, um sechs Uhr anzufangen“, sagt er. Den Job schätzt er als „krisenfest“ ein, glaubt, dass die Industrie versäumt hat, Jugendlichen handwerkliche Berufe schmackhaft zu machen. Er wirbt dafür, dass Firmen schon in den Schulen die Berufsfelder vorstellen.

Kerkemeier

Bis zu neun Azubis würde Holger Kost, Geschäftsführer von Kerkemeier Spedition und Logistik, einstellen. „Ich suche einen fürs Büro, zwei fürs Lager und vier bis sechs Berufskraftfahrer“, sagt er. Gerade für jenen Beruf seien junge Menschen nur schwer zu gewinnen, „weil man die ganze Woche unterwegs ist“. Er stellt fest: „Das Gut Azubi wird seltener.“

Reuschling

Gleich vier Auszubildende sucht Reuschling Schienenfahrzeugtechnik: zwei Industriemechaniker (Hauptschulabschluss), zwei Mechatroniker (Realschulabschluss). Die Noten spielen für Andreas Gellesch gar keine so große Rolle: „Jemand muss ins Team passen. Oft entwickeln sich die Jugendlichen in der Ausbildung gut.“

Lellmann

Einen Elektroniker für Informations- und Kommunikationstechnik möchte Hans-Peter Lellmann von Lellmann communication solutions ausbilden. „Früher nannte man das Fernmelder“, sagt er, der auch den FC Schalke zu seinen Kunden zählt. Der Schulabschluss (guter Realschulabschluss) ist für ihn eine Sache, die andere, dass jemand ins Team passt – und reisefreudig ist. „Wir sind im ganzen Bundesgebiet unterwegs, man ist in der Woche nicht zu Hause.“

Orzesek Steuerberater

Auch Orzesek Steuerberater sucht einen Auszubildenden. Fachabitur oder Abitur sind die Voraussetzung. „Wichtiger als gute Noten ist uns, dass die Person zu uns passt. Darum lernen wir die Bewerber gerne bei einem Praktikum kennen“, sagt Jörn Sammet, Steuerfachangestellter, der seinen Beruf als vielschichtig bezeichnet.

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