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230 Kinder und Jugendliche feiern Abschlussparty mit Coolman

Bei der Abschlussparty des Sommerleseclubs wurden Kinder von Bürgermeister Dirk Glaser mit Urkunden ausgezeichnet. Außerdem gab es eine szenische Lesung von Coolman.

Foto: Kirsten Gnoth

Bei der Abschlussparty des Sommerleseclubs wurden Kinder von Bürgermeister Dirk Glaser mit Urkunden ausgezeichnet. Außerdem gab es eine szenische Lesung von Coolman. Foto: Kirsten Gnoth

Hattingen.  Zehn- bis 15-jährige Vielleser genießen Schauspielszenen, Pizza und Pasta und erhalten Zertifikate. Perückenträger und Rückwärtsläufer im Einsatz.

Coolman hieß es bei der Abschlussparty der Leseclubber in der „Fabbrica Hattingen“. 230 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren hüpften, krabbelten und sprangen im hinteren Trakt herum. Sie waren von der Stadtbibliothek eingeladen worden, weil sie nachweislich mehr als drei Bücher in den Sommerferien gelesen hatten.

Schauspieler Torsten Blunk setzte das Buch „Coolman und ich“ von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer in Szene und bezog die Kinder mit ein. Manchmal eher an einen Klassenlehrer erinnernd und nicht an einen entspannten Nachmittag, forderte er absolute Stille. Verständlich, aber bei über 230 aufgeregten Kids schwer zu erreichen.

Das Buch handelt von Kai, einem ganz normalen Jungen. Zumindest wäre er es gerne. Doch Kai ist nie allein. Coolman, den nur Kai sehen kann, begleitet ihn, ob Kai will oder nicht. Meistens will er nicht. Es gibt nichts, was Coolman nicht weiß oder nicht erlebt hat. Kai stolpert durch seine Ratschläge von einer Katastrophe in die nächste. Coolman ist fest davon überzeugt, dass er das Beste ist, was Kai passieren konnte.

Einen kleinen Koffer mit Utensilien hat der Schauspieler mitgebracht. In seiner Verkleidung ist er ein Hingucker. Er trägt rote Stulpen, die bis zum Knie gehen, einen orangefarbenen Nickianzug, rote Handschuhe, einen hellblauen Umhang und eine schwarze Maske mit weißem Rand.

Eine Fahrt mit einem Müllcontainer eine abschüssige Straße hinunter setzt er so in Szene, dass man denkt, man sitzt mitten drin zwischen all’ den ungewaschenen Yoghurtbechern. Er springt auf Stühle, läuft über Tische, spritzt die Kinder mit Wasser aus einem Pflanzenbestäuber nass. Anschließend gibt es Mutproben: Wer traut sich, die peinlichsten Perücken zu tragen? Die Kinder machen mit. Zum Schluss werden drei Kinder ausgesucht. Das Kind, das am schnellsten rückwärts geht, bekommt das Buch „Coolman und ich“ geschenkt. Lust auf Lesen hatten die Kinder ja schon. Die Neugier auf neue Bücher dürfte aber größer geworden sein.

Zum Lesesommer-Abschluss gab’s Pizza und Pasta vom Buffet und ein Lese-Club-Zertifikat.

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