Kommunalwahl

Wahlen: Hohe Zugriffszahlen legten Städte-Homepages lahm

Die Internetseite der Stadt Hagen lag am Sonntagabend brach. Hohe Zugriffszahlen haben die Server in die Knie gezwungen. Wahlergebnisse konnten folglich dort nicht präsentiert werden.

Die Internetseite der Stadt Hagen lag am Sonntagabend brach. Hohe Zugriffszahlen haben die Server in die Knie gezwungen. Wahlergebnisse konnten folglich dort nicht präsentiert werden.

Foto: Screenshot / Funke Medien NRW

Hagen.  Hohe Zugriffszahlen haben am Sonntagabend städtische Homepages lahmgelegt. Insbesondere betroffen: Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis.

Wer sich am Sonntagabend auf der Internetseite der Stadt Hagen informieren wollte, landete auf einer Fehlerseite. Auch in mehreren Städten im Ennepe-Ruhr-Kreis gab es am Abend nichts zu sehen. Die Rede war zunächst von einem Hacker-Angriff, wie Christoph Gerbersmann, Kämmerer der Stadt Hagen, mitteilte. Es handle sich um eine gezielte Attacke. Auch Hattingens Bürgermeister Dirk Glaser sprach von einem Hacker-Angriff. Nach Aussage einer Polizeisprecherin vom Montagmorgen gibt es jedoch keine Hinweise darauf. Vielmehr sei der Server wegen der zahlreichen Aufrufe überlastet gewesen, so die Sprecherin.

Erste Ungereimtheiten traten kurz nach 18 Uhr auf: Der Wahl-Server war zusammengebrochen, weil es mehr Zugriffe gab als Hagen Einwohner hat. Die Experten des Hagener Betriebs für Informationstechnologie (Habit) arbeiteten an dem Problem. Zunächst war unklar, wann die Wahlergebnisse online abrufbar sein würden. Es wurde per Hand zusammengerechnet, die Stadt veröffentlichte Zwischenergebnisse über soziale Medien. Am frühen Montagmorgen waren die Wahlergebnisse dann online zu sehen.

Internetseiten nicht erreichbar – Attacken vorwiegend aus Westeuropa

Hagens Stadtsprecher Thomas Bleicher sprach von „ungebetenem Besuch“. „Wir wissen nicht, wo die herkommen. Wir wissen nur, dass das nicht normal ist.“ An der Technik liege es nicht.

Von den Problemen in Hagen war auch der Ennepe-Ruhr-Kreis betroffen, wie die Stadt Hattingen am frühen Abend mitteilte. „Das von der Stadt Hagen betreute System für die Wahlauswertung funktioniert derzeit nicht“, hieß es. In Hattingen waren die Endergebnisse am Abend aber wieder abrufbar. Zwischenzeitlich hatte die Kreisverwaltung die Zwischen- und Endstände der Landrats- und Kreistagswahlen „in technisch vereinfachter Form“ veröffentlicht.

Störungen gab es unter anderem in Hagen, Hattingen, Schwelm, Wetter und Witten. (red mit dpa)

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