Riesenbild verschönert Augustastraße

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Wehringhausen. Er gilt als einer der Problemzonen in Wehringhausen: Der Bereich der Unterführung von der Augustastraße zum Bodelschwinghplatz. Doch mit einem Schlag ist er nun optisch erheblich aufgewertet worden – und zwar durch ein riesiges Kunstwerk. Gestern ist das Gerüst verschwunden und nun ist die Collage mit Henri des Toulouse-Lautrec-Motiven in ihrer ganzen Pracht zu sehen.

„Westip“ – so sein Künstlername, unter dem er nur in der Öffentlichkeit auftritt – hat es in nur wenigen Tagen an der Augustastraße 66 erschaffen, wo es bis vor wenigen Tagen nur eine triste fensterlose Brandmauer gab. Es ist das augenfälligste von insgesamt fünf Streetart-Kunstwerken, die in den vergangen Wochen in Wehringhausen im Zuge des Projekts „Begegnungen“ entstanden sind.

So hat der Hagener „Westip“ nicht nur in der Augustastraße gewirkt, sondern auch an der Lange Straße 33 „Eine Begegnung mit der Natur“ an die Wand gesprüht. „Bender“ – auch das ist ein Künstlername und auch er ist Hagener – hat mit skizzenhaften Porträts eine Mauer an der Sternstraße 12 und eine Fensternische an der Lange Straße 63 verschönert. Und auch die Wehringhausen Künstlerin und Galeristen Elvyra Gessner hat sich beteiligt – allerdings nicht mit der Sprühdose, sonder mit dem Pinsel. Von ihr stammt das Männerporträt in der Fensternische Christian-Rohlfs-Straße 1.

Wehringhausen sei so zu einer öffentlichen Galerie für zeitgenössische Kunst und Street Art geworden, so Maik Schumacher vom Quartiersmanagement Wehringhausen. Dieses hat sich um die Fördermittel gekümmert, die durch das Projekt „Soziale Stadt Wehringhausen“ fließen konnten.

Aber es gehören noch mehr Akteure dazu, die diese öffentliche Galerie möglich gemacht haben. Ingemar Dombrowski und Anne Schmunz von „L(i)ebenswertes Wehringhausen“ waren die Initiatoren. Gemeinsam mit Kultur- und Kommunikationsmanager Ihsan Alisan haben sie die Künstler ausgesucht. „Es ist ein großes Anliegen, dass wir die legale Streetart in Hagen populärer machen“, so Alisan. „Andere Städte sind da schon weiter.“ Große Probleme habe es nicht gegeben, die Hausbesitzer von dem Kunstprojekt zu überzeugen. „Da waren die Vertreter von L(i)ebenswertes Wehringhausen sehr hilfreich. Sie haben ja einen gute Ruf hier.“

Lange Lebensdauer

Die Kunstwerke werden die Weh­ringhausener lange erfreuen. Es wurden Qualitätsmaterialien verwendet, so dass sie nicht so schnell verwittern. Für sieben Jahre geben die Künstler eine Garantie. Und sogar für zehn Jahre haben sich Hausbesitzer verpflichtet, die Kunstwerke nicht zu entfernen.

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