Rente ab 80, aber mit 40 Jahren arbeitslos

Hohenlimburg.   Wie teuer soll in 40 Jahren das Benzin sein? Ob es dann erst ab 80 Jahren Rente gibt, aber ab 40 Jahren schon die Arbeitslosigkeit? Im Rentneralter kann man sich doch nur noch nützlich machen, indem man das „sozialverträgliche Frühableben“ fordert.

Wie teuer soll in 40 Jahren das Benzin sein? Ob es dann erst ab 80 Jahren Rente gibt, aber ab 40 Jahren schon die Arbeitslosigkeit? Im Rentneralter kann man sich doch nur noch nützlich machen, indem man das „sozialverträgliche Frühableben“ fordert.

Mit diesen und weiteren mehr als aktuellen Problemen unserer Gesellschaft beschäftigte sich das Dresdener Kabarett-Theater „Herkuleskeule“ mit „Leise flehen mir die Glieder“ im Kulturzentrum Werkhof.

Drei gediegene Rentner blickten dort auf die heutigen Schwierigkeiten des Landes zurück; mit unheimlich komischen Momenten zum lauten Lachen, aber auch in anderen Augenblicken mit einem ernsten Unterton, der zum Nachdenken anregte. Begleitet wurde das Trio von der Jens-Wagner-Band mit gesungenen und gesprochenen Einlagen.

Ein Theaterabend, dem Alter vor allem entsprechend. Denn viele angesprochene Themen und Geschehnissen aus der Vergangenheit blieb den jüngeren Gästen eher vorenthalten. „Der Abend ist amüsant. Aber da er nicht unsere Altersgruppe anspricht, wissen wir nicht immer, was genau angesprochen wird“, so zwei Damen mittleren Alters aus dem Publikum. „Man findet in dem ein oder anderen Problem eher seine Eltern wieder.“

Charmant und professionell

Mit ihrem charmanten und professionellem Auftreten hatten die Kabarettisten die (älteren) Zuschauer schnell auf ihrer Seite.

Die Damengruppe Astrid Schinella, Ilona Gäthke, Gudrun Bartel und Sigrid Nölke aus Hohenlimburg und Letmathe hatte jedenfalls ihren Spaß . „Es ist sehr erfrischend. Wir kannten die Gruppe vorher nicht und haben einfach ins Programm gesehen, das uns neugierig gemacht hat“, sagen sie. „Die Akteure haben sich im Verlauf hervorragend gesteigert und dabei vieles sehr gut auf das normale Leben bezogen“, findet Sigrid Nölke.

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