Feuerwehr

Neues Gerätehaus für Berchum und Garenfeld wird eingeweiht

Hagens neue Feuerwehrhalle

Hagens neue Feuerwehrhalle

Berchum.  Die Löschgruppen Berchum und Garenfeld verlassen ihre angestammte Heimat und ziehen an die Verbandsstraße um. In das neue Gerätehaus.

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Es schmerzt in den Herzen des Berchumers Detlef Jürgensmann und des Garenfelders Jürgen Tilp. Die beiden Freiwilligen Feuerwehrmänner werden mit ihren Mannschaften die angestammten Gerätehäuser in ihren Ortsteilen verlassen und in das neue Gerätehaus an der Verbandsstraße einziehen, das heute eröffnet wird. Beide Männer wissen, dass das einen großen Nachteil hat. Aber vor allem viele Vorteile. Unsere Zeitung hat das Gebäude einen Tag vor Eröffnung unter die Lupe genommen.

105 Jahre lang waren die Freiwilligen in Berchum in ihrer urigen Station an der Tiefendorfer Straße untergebracht. Künftig werden sie gemeinsam mit den Garenfelder Kollegen in einem Gerätehaus sein, das allen modernen Standards genügt und sich optisch und qualitativ an den anderen Gerätehäusern orientiert, die seit 2007 in Hagen errichtet wurden. Dieses Gerätehaus ist das vorletzte der gesamten Bau-Serie. Ein letztes Haus wird ab 2018 für den Bereich Halden, Herbeck und Fley errichtet.

Nachwuchs für beide Löschgruppen gesucht

Das Gerätehaus an der Verbandsstraße wird das einzige sein, das ein Sandsacklager hat. Außerdem gibt es im Küchenbereich in der oberen Etage eine kleine Dachterrasse mit Blick auf die Lennetalbrücke. Die Umkleideräume – das ist neu für die Freiwilligen aus Berchum und Garenfeld – sind nun sauber von den Fahrzeughallen getrennt, so dass die Kleidung beispielsweise nicht mit weiteren Gasen beschmutzt wird. Dazu geräumige Duschbereiche, auch separat für Frauen. Davon gibt es in beiden Löschgruppen insgesamt derzeit zwei. „Es dürfen gerne noch mehr Frauen werden“, sagt Löschgruppenführer Detlef Jürgensmann, „generell sind weitere Neuzugänge bei uns sehr willkommen.“ Die Löschgruppe Berchum ist aktuell 22 Freiwillige groß. Die Garenfelder Kollegen sind zu zwölft. Künftig ist also in der Spitze ein 34-köpfiges Team vom neuen Gerätehaus aus verfügbar.

Neues Gerätehaus für Berchum und Garenfeld

Drohnenflug hoch über dem neuen Hagener Feuerwehrgerätehaus. Video: Benedikt Weimer
Neues Gerätehaus für Berchum und Garenfeld

Sechs Abstellhallen für die Fahrzeuge

Sechs Abstellhallen hat der neue Bau, der auf der Fläche des ehemaligen Sportplatzes steht. Zwei Jahre lang wurde daran gebaut. Oberhalb und seitlich der Abstellhalle für die Löschfahrzeuge liegen die Lager, Schulungs-, Dusch und Umkleidebereiche. Der Bau hat 3,8 Millionen Euro gekostet. „In Sachen Zeit und Geld eine Punktlandung“, sagt Heinrich Schwarkopf, Senior-Chef des Architekturbüros Winkler und Partner, das alle neuen Gerätehäuser in Hagen bislang errichtet hat.

Gerätehäuser verlassen die Orte

„Klar“, sagt Garenfelds Löschgruppenchef Jürgen Tilp, „das ist ein richtig toller Bau und funktional sehr wertvoll.“ Und dennoch würden die Freiwilligen Feuerwehren aus den Zentren der beiden dörflich geprägten Ortsteile verschwinden. Dort sind und waren sie Teil der Infrastruktur, ortsbildprägend und auch ein wichtiger Anlaufpunkt. In beiden Ortsteilen leben zusammen rund 5500 Menschen. Von 1929 bis 1974 war Garenfeld eine eigenständige Gemeinde im Kreis Iserlohn. Am 1. Januar 1975 wurde Garenfeld nach Hagen eingemeindet. Bevor Berchum 1975 ein Stadtteil von Hagen wurde, war der Ort eine Gemeinde im Amt Ergste im Kreis Iserlohn.

Feierliche Einweihung

Heute Nachmittag wird das Gebäude eingeweiht. Bis alle Geräte und Gegenstände aus den bisherigen Gerätehäusern umgezogen sind und das neue Gerätehaus voll am Start ist, werden weitere vier bis sechs Wochen vergehen.

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