Teurer Tarif-Wechsel

Nach Wucher-Fahrt eines Hohenlimburgers reagiert die Politik

Das Bushaltestellen-Schild am Hohenlimburger Bahnhof macht deutlich, wie nah das Gebiet der Hagener Straßenbahn und der MVG beieinander liegen. 

Das Bushaltestellen-Schild am Hohenlimburger Bahnhof macht deutlich, wie nah das Gebiet der Hagener Straßenbahn und der MVG beieinander liegen. 

Foto: Mike Fiebig

Hohenlimburg.  Ein Rentner zahlt für die Strecke vom Ostfeld nach Hagen-Mitte 7,70 statt 2,80 Euro. Jetzt reagiert die Politik auf den Fall.

Der Fall des Hohenlimburgers Heribert Jochheim, der für eine Busfahrt in die Hagener Stadtmitte 7,70 Euro statt 2,80 Euro bezahlen musste (wir berichteten), schlägt politische Wellen.

Weil Jochheim angesichts der Wartezeit auf den Bus noch 200 Meter spazieren gegangen war und so nicht am Steltenberg, sondern an der Haltestelle Letmathe-Ostfeld einstieg, hatte er unbemerkt das Tarifsystem verlassen und seine Fahrt verteuert. Ein Unding, findet die Ratsfraktion Bürger für Hohenlimburg (BfH)/Piraten und bringt einen Antrag in die nächste Umweltausschusssitzung ein.

Die Fraktion will Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der schließlich Verbandsvorsteher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) sei, per Antrag auffordern, sich im VRR dafür einzusetzen, dass moderate Wechsler-Tarife für Fahrgäste geschaffen werden, die auf gemeinsamen Linien der MVG und der Hagener Straßenbahn fahren und in die jeweils andere Tarifzone kommen. „Hierzu sollen Gespräche mit der MVG bzw. mit der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe im Westfalentarif aufgenommen werden“, so die Antragsteller.

Zur Attraktivierung des Öffentlichen Personennahverkehr sei es hilfreich, hier zu einer moderateren Preisgestaltung für Tarifzonen--Wechsler zu kommen. Fälle wie der von Heribert Jochheim sind keine Seltenheit. Es gibt zahlreiche Wechsler zwischen MVG-Gebiet und dem der Hagener Straßenbahn.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben