Interview

Mit dem Naturschutzbund den Vogelzug in Hagen beobachten

Fabian Gärtner, Leiter der Jugendgruppe des NABU in Hagen.

Fabian Gärtner, Leiter der Jugendgruppe des NABU in Hagen.

Foto: Fabian Gärtner / NABU/Gärtner

Hagen.  Zur Vogelbeobachtung lädt der Naturschutzbund Hagen diesmal auf die Hünenpforte ein. Experte Martin Schultz berichtet dort viel Wissenswertes.

Der Naturschutzbund (Nabu) Hagen lädt am Sonntag, 6. Oktober, alle interessierten Bürger zur Beobachtung des herbstlichen Vogelzuges an die Hünenpforte ein. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr auf dem Pendlerparkplatz an der Auffahrt zur A45 Hagen-Süd am Kreisverkehr zur Hünenpforte. Von da aus geht es in Fahrgemeinschaften zum Aussichtspunkt. Wir sprachen mit Fabian Gärtner vom Nabu Hagen.

1 Exkursionen zur Vogelbeobachtung führen normalerweise weit weg von Hagen, etwa ins Rheinland. Warum bleibt der Nabu diesmal hier?

Auch wenn eine Großstadt wie Hagen tatsächlich nicht für Vogelbeobachtung prädestiniert zu sein scheint, so bietet der hochgelegene Hagener Süden dafür einen ausgezeichneten Blick und somit beste Beobachtungsbedingungen. Die Tiere fliegen derzeit von Norden her auf breiter Front in Richtung Afrika, und dabei kommen viele von ihnen über Hagen hinweg. Noch am 10. September rasteten acht Störche auf der St. Elisabethkirche.

2 Welche Vögel kann man am 6. Oktober denn beobachten?

Finken, Lerchen und Stare zum Beispiel, aber vielleicht auch Wespenbussarde. Unser Vogel-Experte Martin Schultz wird erläutern, um welche Arten es sich handelt, er erkennt die Vögel auch aus der Entfernung und an ihren Rufen. Ich denke, es wird sehr spannend. Wer ein Fernglas oder Spektiv besitzt, sollte es mitbringen.

3 Der Vogelzug hat doch schon begonnen. Sind die meisten Vögel nicht längst gen Süden entschwunden?

Keineswegs. Viele Arten ziehen erst im Oktober oder sogar später. Wegen des Klimawandels ist es allerdings schwierig, eine genaue Vorhersage zu treffen, wir haben bereits im Frühling festgestellt, dass einige Vogelarten bereits bis zu zwei Wochen eher zurückgekommen sind als üblich. Aber unser Termin dürfte in die beste Beobachtungszeit fallen.

Die Fragen stellte Hubertus Heuel

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