Unterstützung

LWL gibt in Hagen 100,4 Mio. Euro für soziale Hilfen aus

Auch Menschen mit Behinderung unterstützt der LWL, in dem er Arbeitsplätze in speziellen Werkstätten finanziert.

Auch Menschen mit Behinderung unterstützt der LWL, in dem er Arbeitsplätze in speziellen Werkstätten finanziert.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Der LWL hat 2018 rund 98,2 Millionen Euro in Hagen ausgegeben. An den Kommunalverband gezahlt hat Hagen 56,8 Millionen Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2018 rund 98,2 Millionen Euro (2017: 100,4 Millionen Euro) in Hagen ausgegeben. Die Stadt Hagen als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr insgesamt einen Beitrag von rund 56,8 Millionen Euro (2017: 56,1 Millionen Euro) an den Kommunalverband. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. Das erklärten jetzt die in der LWL-Landschaftsversammlung vertretenen Abgeordneten aus Hagen Willi Strüwer (CDU) und Mark Krippner (SPD).

59,4 Millionen Euro flossen in die Unterstützung von behinderten und pflegebedürftige Menschen (2017: 57,7 Millionen Euro) – und damit der größte Teil der Gesamtausgaben für Hagen. „Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das neue Bundesteilhabegesetz fordert“, erörtern die beiden Abgeordneten.

699 Menschen (2017: 701) unterstützte der LWL in Hagen dabei, allein oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können. Zu einem normalen Leben gehöre auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden, so die Abgeordneten weiter. Der LWL fördere daher das Ambulant Betreute Wohnen als Alternative zum Leben im Wohnheim.

541 Wohnheimplätze zahlte der Verband im vergangenen Jahr (2017: 548) Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte der LWL 790 (2017: 786) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung. Betriebe, die – gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl – zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das LWL-Inklusionsamt Arbeit im vergangenen Haushaltsjahr 1,7 Millionen Euro (2017: 1,8 Millionen Euro), um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.

187 Kinder mit Behinderungen (2017: 182) aus Hagen besuchten 2018 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 802.175 Euro (2017: 683.800 Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 93 (2017: 82) behinderte Kinder zusammen mit Gleichaltrigen ohne Behinderung eine von 52 (2017: 50) Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten.

2 Millionen Euro an Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht 2018 (2017: 2,5 Millionen Euro). Zu den Leistungsempfängern gehörten unter anderem Kriegsopfer und Hinterbliebene.

In Hagen arbeiteten im vergangenen Haushaltsjahr 100 (2017: 101) Menschen im Dienste des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, unter anderem im LWL-Freilichtmuseum Hagen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben