Schwierige Übung

Komplexes Szenario: Feuer in Biogasanlage von Hof Baumeister

Hoffentlich wird das nie passieren: Ein Lkw fährt in die Biogasanlage von Hof Baumeister.

Hoffentlich wird das nie passieren: Ein Lkw fährt in die Biogasanlage von Hof Baumeister.

Foto: Alex Talash

Breckerfeld.  Es ist der vielleicht schlimmste aller anzunehmenden Unfälle, der auf dem Hof Baumeister geschehen könnte. Zum Glück ist alles nur eine Übung.

Unfall an einer Biogas-Anlage am Bauernhof von Breckerfelds Landwirt Udo Baumeister. Dazu schwer verletzte Personen und ein Brand in einer Halle. Über 70 Rettungskräfte im Einsatz am vergangenen Samstagnachmittag. Hoffentlich wird dieser schwere Einsatz in Zukunft niemals nötig sein. Denn es handelte sich nur um eine Übung. Sie war hoch komplex und wurde mit Bravour gemeistert.

„Es ist alles sehr gut gelaufen“, freute sich Einsatzleiter Norbert Lohoff im Anschluss. „Wir mussten allerdings Einsatzabschnitte bilden. Solche Szenarien kann ein Mensch nicht mehr allein überblicken und organisieren.“

Das stimmt. Denn das Übungsszenario, für das um kurz vor 15 Uhr in Breckerfeld Sirenen-Alarm ausgelöst wurde, hatte es in sich. Gegen 15 Uhr hatte dabei der Fahrer eines Gefahrguttransporters die Kontrolle über seinen Lkw verloren und war in die Biogasanlagen-Halle gefahren, die zum Hof Baumeister gehört. Ein hochsensibler Bereich.

Doch es kam noch viel komplizierter: Eine Person, die ein Feuer auf dem Gelände beaufsichtigte, sah das und versuchte, den Lkw zu stoppen und wurde dabei erfasst und in einen Schacht geschleudert. Im Lkw selbst galt eine Person als bewusstlos, die andere Person sollte schwer verletzt sein.

In der Halle kam es daraufhin zu einem starken Brand nach dem Zusammenstoß mit dem Lkw. Zudem – so das Szenario – befand sich in der Halle eine Besuchergruppe mit zwölf Personen, die nicht mehr eigenständig rauskam aufgrund der Rauchentwicklung. Sie schrien um Hilfe.

Die Feuerwehr musste zunächst die Menschen retten, dann das Feuer löschen und eine Wasserversorgung aufbauen. 5000 Liter Wasser waren in einem Faltbehälter dabei. Noch mehr Wasser wurde von der Zapfstelle am Feuerwehrgerätehaus in Delle herangefahren. Die Verletzten wurden vom DRK versorgt und von Notfallseelsorgern betreut. „Eine super Teamleistung“, fand Einsatzleiter Lohoff. „Ich hoffe nur, dass wir sowas nie wirklich erleben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben