Natur

Hohenlimburg: Mittel für Lenne-Renaturierung genehmigt

Hohenlimburg.  Das größte Öko-Projekt in der Geschichte der Stadt Hagen kann bald starten. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die beantragten Mittel genehmigt.

Das größte Öko-Projekt in der Geschichte der Stadt Hagen, die Lenneauen-Renaturierung, kann bald starten. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die beantragten Mittel genehmigt. „Die Verteilung der Gelder hat eine Umstellung der drei Bauabschnitte zur Folge. Mit den Mitteln für das Jahr 2018 kann aber noch keine Bauausführung erfolgen“, so Alexander Horn, Fachleiter Gewässer der Wirtschaftsbetriebe Hagen (WBH), der das Projekt leitet.

Ursprünglicher Zustand

Kurz zu den Plänen (die WP berichtete): In einem 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Henkhausen und Garenfeld wird die Lenne teilweise von 25 Meter auf 90 Meter Breite gebracht. Der Fluss soll in einen Zustand zurückversetzt werden, der die ursprünglichen Strukturen eines Mittelgebirgsfluss wieder erkennen lässt. Der gewässerökologische Zustand der Lenne wird damit aufgewertet, sie soll wieder erlebbarer für die Menschen werden. Diese Maßnahme wird über zwei Jahre in drei Bauabschnitten erfolgen (siehe Grafik).

Lenne ins Bewusstsein rücken

Neben der Aufwertung des gewässerökologischen Zustands der Lenne dienen die geplanten Maßnahmen gleichzeitig auch dazu, die Lenne stärker in das Bewusstsein der Anlieger zu rücken und zusätzlich Möglichkeiten zu schaffen, naturnahe Flussabschnitte im städtischen Umfeld zu „erleben“. Der Fahrradweg, der verlegt werden soll, führt in Teilbereichen dann auch näher an die umgestaltete Lenne heran und durch eine Auenlandschaft hindurch.

7,6 Millionen Euro

Der Antrag auf Fördermittel des Landes wurde Ende November 2017 bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Ursprünglich wurde mit Kosten von 4,1 Millionen Euro kalkuliert. Das ließ sich aber nicht aufrecht erhalten. „Wir liegen jetzt bei 7,6 Millionen Euro“, sagt Alexander Horn.

Teile des Ufers belastet

Grund für die höheren Kosten: Teile des Lenneufers sind mit Schwermetallen belastet. Das haben Bodenuntersuchungen ergeben. So muss alle 500 Tonnen während des Ausbaggerns des Ufers eine Probe gezogen werden. Die ausgebaggerte Erde muss zwischengelagert werden. Das kostet mehr Zeit und Geld. „Diese Untersuchungen müssen wir in allen Bauabschnitten durchführen“, so Alexander Horn. Hinzu kommen höhere Entsorgungskosten für die belasteten Böden. „Wir wären am liebsten schon weiter“, sagte Gerald Fleischmann, Leiter des Fachbereiches Grün des WBH, in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Eigentlich sollten die Bagger im Jahr 2017 schon längst rollen. Die Verzögerung hat mit der späten Genehmigung der Bezirksregierung und mit der Verteilung der Fördermittel zu tun. Die Stadt ist mit zehn Prozent der Kosten im Boot. Das Land mit 90 Prozent.

Städtischer Anteil gesichert

Der städtische Anteil sei, so Gerald Fleischmann, zwar gesichert, aber für 2018 stehen keine Fördermittel mehr bereit, die Bautätigkeiten zu beginnen. „So werden wir 2019 den ersten Bauabschnitt vollziehen, im Jahre 2020 dann die Abschnitte zwei und drei“, sagt Alexander Horn. „Wir werden dann Anfang 2019 in Abstimmung mit der Stadt Hagen die Maßnahme ausschreiben.“

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