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Hasper Baki Yalcin möchte Kaufpark in Westerbauer übernehmen

Baki Yalcin (hier vor seiner Filiale in der Voerder Straße) übernimmt wahrscheinlich den Kaufpark in Westerbauer und den ehemaligen Netto Discounter am Quambusch.

Baki Yalcin (hier vor seiner Filiale in der Voerder Straße) übernimmt wahrscheinlich den Kaufpark in Westerbauer und den ehemaligen Netto Discounter am Quambusch.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Haspe/Quambusch.  Baki Yalcin möchte sein türkisches Hasper Geschäft verlegen. Auch Sie können die Einkaufssituation in Hagen mit unserem Heimatcheck bewerten.

„Ich will Haspe wiederbeleben“, sagt Baki Yalcin, Besitzer des Yalcin Supermarktes an der Voerder Straße. Um das zu bewerkstelligen, steht der 26-Jährige jetzt kurz davor, weitreichende Expansionspläne in die Tat umzusetzen.

In seinem türkischen Geschäft, das er vor eineinhalb Jahren von den Eltern übernommen hat, bietet der Hasper neben Obst und Gemüse eine vielfältige Feinkostabteilung sowie eine frische Fleisch- und Fischtheke an. Das alles soll nun wahrscheinlich in das Gebäude des ehemaligen Kaufparks ein paar Häuser weiter verlegt werden. Grund dafür sind unter anderem auch Schwierigkeiten mit den Park- und Anlieferungsmöglichkeiten für Kunden und Zusteller. In den neuen Räumlichkeiten hätte man diese Komplikationen nicht, so Baki Yalcin. „Den festen Standort Haspe werde ich nicht abgeben“, betont er. Die Nachfrage nach seinen Produkten und der Betrieb in seinem Ladenlokal seien sehr hoch. Zudem fühlt er sich als Hasper Junge dem Stadtteil verbunden.

Das Kaufpark-Gebäude muss vor dem Umzug noch aufwendig renoviert werden, doch dafür könne man dort dem Geschäft als Supermarkt eine neue Bezeichnung geben. Dazu soll sich die Produktpalette aus türkischen, arabischen, griechischen und deutschen Lebensmitteln zusammensetzen und so ein vielfältiges Angebot bieten. Außerdem kennt der Ladenbesitzer die Räume bereits von einem Praktikum, das er dort gemacht hat, und findet sie sehr ansprechend.

Gleichzeitig habe sein Geschäft ein sehr gutes Image, das auf Höflichkeit und Sauberkeit beruhe, erklärt der 26-Jährige. „Das möchte ich auch in den neuen Räumlichkeiten beibehalten.“ Es gilt, ein größeres Ladenlokal mit den alten Standards aufzubauen. Wichtige Schritte dafür sind bereits in die Wege geleitet, weiteres wird sich im Laufe der nächsten Wochen konkretisieren.


Neue Hoffnung für Quambusch
Neben der Vergrößerung seines Supermarktes soll außerdem ein zweiter Standort in Betrieb genommen werden. Die leerstehende Netto-Filiale auf dem Quambusch ist dem Hasper ebenfalls ins Auge gefallen. Die größtenteils älteren Anwohner haben seit dem Wegzug des Discounters keine Möglichkeit mehr, im eigenen Quartier einkaufen zu gehen. „Auf dem Quambusch wird der Grundbedarf an Lebensmitteln – also Brot, Eier, Obst und Gemüse – gedeckt werden“, so der Hagener. Für frische Ware sieht er keinen ausreichenden Absatzmarkt in dem Wohngebiet. Diejenigen, die dennoch an Feinkostartikeln oder Fleisch und Fisch interessiert seien, müssen dann in die nahe gelegene Hauptfiliale kommen.

In Haspe erfährt der Jungunternehmer von der Politik viel Bestätigung für seine Pläne. Die Eröffnung beider Standorte ist für den Zeitraum von August bis September geplant, also wenn die Sommerferien enden. Hier können Sie bei unserem Heimatcheck mitmachen.

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