Wahlen

Hagen: Bürgermeister Horst Wisotzki hört im Stadtrat auf

Bei der Wahl zum Bürgermeister im Juli 2014: Horst Wisotzki (r.) mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

Bei der Wahl zum Bürgermeister im Juli 2014: Horst Wisotzki (r.) mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Ende des Polit-Ausflugs: Ex-Feuerwehrchef hatte SPD 2014 in den Wahlkampf geführt. Doch nun soll Schluss sein.

Egal, wie die Stadtratswahl im kommenden Jahr ausgehen wird: Hagen wird auf jeden Fall einen neuen ehrenamtlichen Bürgermeister bekommen: Amtsinhaber Horst Wisotzki, SPD-Ratsherr und früherer Feuerwehrchef, wird nicht wieder für den Rat kandidieren. Das hat der 67-Jährige gegenüber der WESTFALENPOST bestätigt. „Die dann sechs Jahre im Rat waren eine interessante Episode in meinem Leben – aber damit ist dann Schluss“, so Horst Wisotzki.

Im Jahr 2014 war Wisotzki noch Oberbürgermeisterkandidat der SPD. Die Genossen hatten den langjährigen Feuerwehrchef gegen den von CDU, FDP und Grünen unterstützten Erik O. Schulz ins Rennen geschickt. In der Stichwahl unterlag er aber schließlich Schulz. Danach zog Wisotzki, dessen Vater schon Hasper Bezirksvorsteher war, in den Stadtrat ein und wurde neben CDU-Urgestein Hans-Dieter Fischer ehrenamtlicher Bürgermeister. Das heißt: Er vertritt wie Fischer OB Schulz bei repräsentativen Terminen.

Für Bezirksvertretung Haspe will Wisotzki kandidieren

Wisotzki mischt aber auch sehr aktiv in der operativen Politik mit: Sei es in der Ausschussarbeit oder als Aufsichtsratsvorsitzender des Hagener Entsorgungsbetriebs HEB. Warum ist dennoch jetzt schon nach einer Wahlperiode Schluss? Bereut der Ex-Feuerwehrchef den Ausflug in die Politik? „Nein, aber ich bin dann alt genug. Mir hat gerade auch das Bürgermeisteramt Spaß gemacht. Und es war lehrreich: Ich habe Termine wahrgenommen bei Veranstaltungen, zu denen ich sonst nie gegangen wäre. Und es hat mir auch Spaß gemacht, Reden zu halten.“

Auch wenn er der Politik auf Stadtebene im kommenden Jahr ade sagen will, ganz will er nicht gehen. „Ich habe Interesse an einem Sitz in der Bezirksvertretung Haspe“, sagt Horst Wisotzki. Ob er aber von der SPD nominiert wird und wie groß seine Chancen sind, tatsächlich in einer – in der kommenden Wahlperiode – verkleinerten Bezirksvertretung einen Sitz zu ergattern, ist noch unklar.

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