Kirchen-Maßnahme

Deshalb wird jetzt nur ein Turm der Boeler Kirche saniert

Einer der beiden Türme der Boeler Johannes-Kirche wird aktuell saniert. 

Einer der beiden Türme der Boeler Johannes-Kirche wird aktuell saniert. 

Foto: Mike Fiebig

Boele.  Anders als geplant wird nur einer der beiden Türme des Boeler Doms saniert? Kostengründe hat das nicht, betont Pastor Christoph Schneider.

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Geplant war das anders. Wer dieser Tage rund um den Boeler Kirchplatz unterwegs ist, kann sehen, dass nur einer der beiden Kirchtürme des Boeler Doms (so heißt die Johannes-Baptist-Kirche im Volksmund) eingerüstet ist. Da mag die Frage aufkommen, ob das Geld für die gleichzeitige Sanierung beider Türme – in denen, wie berichtet, vor 25 Jahren nicht gerade taugliches Zementgemisch eingefüllt wurde – nicht gereicht hat. Das kann Hausherr und Pastor Christoph Schneider verneinen. Die Ein-Turm-Sanierung hat andere Gründe.

Eine Kleinigkeit ist das nicht gerade. 200.000 Euro wird die Baumaßnahme am Boeler Dom kosten. Oberhalb des Hauptportals hatte sich vor einiger Zeit eine Steinplatte gelöst. Gefahr bestand zu keiner Zeit. Doch als Experten per Hubsteiger hinauffuhren, stellten sie fest, dass die Fugen der Steine, aus denen die 1889 geweihte Kirche im neuromanischen Stil besteht, bei Sanierungsarbeiten vor rund 25 bis 30 Jahren nicht fachgerecht verfüllt wurden. Dadurch sind dringend zu verfüllende Hohlräume und ein Riss oberhalb des Hauptportals entstanden. Und: Damit sich der Speis in den Fugen der Fassade angleicht, hatte man dunklen Splitt zugesetzt. Doch der Zusatz hat der Festigkeit geschadet. Die Kirche muss an ihrer Westseite deshalb saniert werden. Die Türme sogar von allen vier Seiten saniert.

Schneider hoffte zuletzt, nach den Sommerferien loslegen zu können. Das geschieht jetzt im Prinzip auch. Doch weil die Genehmigung aus dem Erzbistum Paderborn sehr lange auf sich warten ließ, fällt der Sanierungsstart nun sehr nah vor die bald beginnendere und kältere Jahreszeit. „Arbeiten wie diese können bei den tieferen Temperaturen nicht durchgeführt werden. Wir werden aber zumindest einen Turm vor Beginn des Winters schaffen und den anderen dann im nächsten Frühling angehen“, so Pastor Schneider. Was die Einrüstung angeht, hat die Gemeinde durch Verzögerung keine finanziellen Einbußen, weil es nur zu einer Verschiebung kommt.

In Boelerheide schon fertig

Vollzug kann die Gemeinde unterdessen in Boelerheide melden. Der 40 Meter hohe Kirchturm der Christ-König-Kirche ist saniert worden. Ungefähr alle zehn Meter auf dem Weg in die Höhe gibt es von Beton ummantelte Eisenverstrebungen, die das Bauwerk halten, die vom Beton befreit und gestrahlt werden mussten, um sie vor Korrosion zu schützen. 100.000 Euro kostete das. Auch das Pfarrheim wurde saniert. Die backsteinexpressionistische Christ-König-Kirche wurde am 6. November 1927 eingeweiht. Der Turm wurde 1994 da errichtet. Finanziert aus einer Erbschaft.

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