Mein Hagen

Das Smartphone als Gewaltbremse

WP-Redakteur Martin Weiske

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Foto: Michael Kleinrensing

WP-Kommentator Martin Weiske blickt auf die Smartphone- und WLAN-Effekte in den Hagener Bussen

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Eine Verrohung der Sitten ist nicht bloß in den Sozialen Medien zu beobachten. Auch die Busfahrer an Rhein und Ruhr sind zunehmend Attacken durch Fahrgäste ausgesetzt, berichteten in dieser Woche diverse Medien: Häufiger sind es missmutige Pöbeleien wegen Verspätungen, eher seltener echte Handgreiflichkeiten oder auch ekelhafte Spuckereien.

Ein Trend, der in dieser Intensität allerdings noch nicht in Hagen angekommen ist. Bei der Hagener Straßenbahn AG berichtet man zwar von durchaus aufgeheizter Stimmung, aber im gesamten Jahr 2019 sei bislang lediglich ein einziger körperlicher Übergriff registriert worden. Offenbar zeigen die regelmäßigen Deeskalationstrainings für die Busfahrer und die flächendeckend montierten Überwachungskameras in den Bussen eine befriedende Wirkung.

Wahlversprechen ohne Finanzierungsvorschlag

Zudem beobachtet das Verkehrsunternehmen, dass die permanente Smartphone-Nutzung in den Bussen für so viel Ablenkung bei den Fahrgästen sorgt, dass potenzielle Pöbler immer seltener auf dumme Gedanken kommen. Ein Effekt, der letztlich für den Aufbau eines WLAN-Netzes in den Hagener Bussen spricht, wie sie zuletzt der sich warmlaufende SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Wolfgang Jörg auf die Liste seiner Wahlversprechen setzte. Allerdings verschwieg er dabei, wie er diese Komfortverbesserung und Aggressionsbremse finanzieren möchte.

Der HVG ist das nach den Millionen-Bürden für den städtischen Haushalt und das Freibad Hengstey kaum mehr zuzumuten.

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