Besser auf einer Brache

Maßregelvollzug/Erweiterung Drogenklinik Deerth „Eigeninteressen im Blick“. Darf ich mal fragen, welche Interessen die AWO und deren Mitarbeiter im Blick haben, wenn sie den derzeitigen Standort als „alternativlos“ für die AWO hinstellen? Sind das keine Eigeninteressen? Die, die sich anlässlich der Bürgerbefragung zur Wort gemeldet haben, stellen nur einen kleinen Teil der betroffenen und interessierten Wehringhauser Bürger dar.

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Maßregelvollzug/Erweiterung Drogenklinik Deerth „Eigeninteressen im Blick“. Darf ich mal fragen, welche Interessen die AWO und deren Mitarbeiter im Blick haben, wenn sie den derzeitigen Standort als „alternativlos“ für die AWO hinstellen? Sind das keine Eigeninteressen? Die, die sich anlässlich der Bürgerbefragung zur Wort gemeldet haben, stellen nur einen kleinen Teil der betroffenen und interessierten Wehringhauser Bürger dar.

Bei meinen täglichen Spaziergängen in genau jener Gegend, in der der Bau errichtet werden soll, treffe ich ständig Wehringhauser Bürger, die gleichermaßen entsetzt sind wie ich über das Bauvorhaben der AWO. Wenn sie zu der Bürgerbefragung nicht erschienen sind, dann deshalb, weil sie zu alt sind oder glauben, mit ihrem Protest doch nichts mehr ausrichten zu können, weil die Politik schon entschieden habe.

Warum baut die AWO das Gefängnis nicht auf dem ehemaligen Schlachthofgelände? Die Entfernung zwischen Deerth und Schlachthof dürfte in der heutigen Zeit nicht unüberbrückbar sein.

Auch auf dem Gelände in Haßley, auf dem Enervie seinen Protzbau errichtet hat, dürfte in bester landschaftlicher Umgebung noch Platz für ein Gefängnis sein, ohne dass der Wehringhauser Stadtwald mit dem über Hagens Grenzen hinaus bekannten Drei-Türmeweg vom Eugen-Richter-Turm zum Kaiser-Friedrich-Turm beeinträchtigt wird.

Die Stadt und die AWO sollten sich mal informieren, auf welchen Brachen andere Großstädte solche Gefängnisse errichten, zu deren Errichtung sie vom Land im Gegensatz zur Stadt Hagen verpflichtet worden sind. Für den Deerth würde sich mit Sicherheit eine andere Nutzung finden, die besser in den Wald passt als ein Gefängnis, z.B. ein Hospiz. Und die AWO könnte das Gebäude selbst weiter nutzen und würde auch keinen finanziellen Schaden erleiden. Und sie hätte sicher ein paar neue Spender.

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