Bildung

Auf Elbersgelände in Hagen soll Technikzentrum entstehen

Hier, auf dem Elbersgelände in Hagen, einer alten Textilfabrik, soll das Technikzentrum entstehen.

Hier, auf dem Elbersgelände in Hagen, einer alten Textilfabrik, soll das Technikzentrum entstehen.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Auf dem Elbersgelände in Hagen steht Feiern, Essen und Trinken im Vordergrund. Jetzt soll dort aber ein Technikzentrum für Schüler entstehen.

Hagen. Die Idee ist bei der Zukunftsschmiede zum Thema Wirtschaft und Bildung geboren worden, jetzt soll sie in einem ganz konkreten Projekt münden: Auf dem Elbersgelände, sonst als Feier- und Kulturmeile bekannt, ist ein Technikzentrum für Hagener Schülerinnen und Schüler geplant, in dem sie den Weg eines Produkts von der Entwicklung über die Herstellung bis zur Vermarktung kennenlernen können. Jetzt sollen Hagener Unternehmen gewonnen werden, die sowohl Ideen als auch finanzielle und personelle Unterstützung gewähren. Für den 3. Juli ist eine erste Infoveranstaltung geplant.

„Die ersten Reaktionen in der Wirtschaft sind durchweg positiv“, sagt Kirsten Kling, die Geschäftsführerin der Agentur Mark, deren Aufgabe es ist, Impulse und Projekte für eine positive Beschäftigungsentwicklung in der Region umzusetzen. Und sie brennt auch ganz persönlich für die Idee: „Ich setze ganz viel darauf, dass das Ganze umgesetzt werden kann. Das ist eine wirklich tolle Sache.“

Vorbild an der Phänomenta in Lüdenscheid

Ein Vorbild gibt es schon: Das Technikzentrum Südwestfalen in der Phänomenta Lüdenscheid, das sich bereits als außerschulischer Lernort etabliert hat. Es ist auf Initiative des Vereins Technikförderung Südwestfalen e. V. entstanden- und eben dieser plant jetzt auch das Technikzentrum in den Hagener Elbershallen.

Das Ziel ist klar: Der Verein will Schülerinnen und Schüler für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik begeistern und Vorbehalte abbauen. Sie sollen neugierig gemacht werden auf technische Berufe, um angesichts des Fachkräftemangels Nachwuchs für die heimische Wirtschaft zu finden. Und dabei soll es alles andere als theoretisch und trocken zugehen. Die Jugendlichen sollen experimentieren und erste eigene Erfahrungen bei der Produktentwicklung sammeln können. Alle Stationen – von Materialtests über Marketing und Design bis hin zu Finanzen – sollen durchlaufen werden. „Kein Schüler geht nach Hause, ohne auch ein Produkt mitzunehmen, das er oder sie selbst hergestellt hat“, blickt Kirsten Kling in die Zukunft.

Unternehmen sollen Know how einbringen

Christian Isenbeck, Geschäftsführer bei Hagenpeg, der Besitzergesellschaft des Elbersgeländes, hatte vor der Zukunftsschmiede Anfang vergangenen Jahres bereits eine Initiative für einen Fonds auf den Weg gebracht, aus dem die Ausstattung von Schulen verbessert werden soll, um so gezielt Schüler zu fördern, deren Weg in eine betriebliche Ausbildung führen kann. Und in der Zukunftsschmiede waren es zudem zwei Lehrerinnen, die solch ein Technikzentrum angeregt hatten.

Aus diesen Ideen wird jetzt mit Hilfe Vereins Technikförderung Südwestfalen ein ganz konkretes Projekt. Im früheren Hausmeisterbereich des Elbersgelände soll das Technikzentrum nun entstehen. „Es gibt schon erste Pläne für die nötige Umgestaltung“, sagt Kirsten Kling. Für die Ausstattung braucht es dann aber Geld. Vor allem aber werden auch Unternehmen gesucht, die ihr Know how in das Technikzentrum einbringen und die auch personelle Ressourcen zur Verfügung stellen. „Zum Beispiel könnten Auszubildende eingesetzt werden, die den Schülern die Produktionsabläufe näher bringen“, sagt Kristen Kling.

>> Wann und wo findet das Ganze statt?

Unternehmen, die sich aktiv beim Aufbau des Technikzentrums Hagen einbringen möchten, können sich am 3. Juli ab 16 Uhr in den Elbershallen, Dödterstraße 10, über Möglichkeiten der Mitwirkung informieren. Interessierte Unternehmen können sich unter folgendem Link dazu anmelden: https://veranstaltungen.agenturmark.de/Technikzentrum

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