Baustelle

Weitere Hindernisse auf der Implementum-Baustelle entdeckt

Das alte Parkhaus-Fundament musste ausgehoben werden

Foto: Michael Korte

Das alte Parkhaus-Fundament musste ausgehoben werden Foto: Michael Korte

Gladbeck.  Der Sondierungsbohrer des Kampfmittelräumdienstes konnte die alte Parkhaus-Bodenplatte nicht durchdringen. Jetzt soll weitergebohrt werden.

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Der Zeitplan für das Einbringen der Bodenplatte des geplanten Neubaus, den der Investor Implementum an Stelle des alten Karstadt-Komplexes errichten möchte, verzögert sich weiter. Ein Bagger hat große Areale der bereits eingeebneten Bodenfläche metertief ausgekoffert. Befürchtungen, dass der Investor aufgrund der Komplikationen gar das Vorhaben aufgibt, da die Werbetransparente am Bauzaun entfernt wurden, sind aber unbegründet.

Transparente aus Sicherheitsgründen abgenommen

„Die Transparente am Bauzaun wurden aus Sicherheitsgründen abgenommen, um starken Böen, die die Absperrung umreißen könnten, keine weitere Angriffsfläche zu bieten“, erklärt Architekt Stefan Weigand. Bis zum Ende der Abrissarbeiten hätten Gebäudeteile noch eine Windbarriere geschaffen, die jetzt nicht mehr existiere.

Am 8. November sollen die Sondierungsbohrungen des Kampfmittelräumdienstes bis auf sieben Meter Tiefe zur Suche nach möglichen Bomben-Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg fortgesetzt werden. Wie berichtet, wurden diese unterbrochen, weil der Bohrer mehrfach auf große, undurchdringbare Hindernisse im Boden stieß: Alt-Fundamentreste, die freigelegt und entfernt wurden. „Anders als geplant, mussten wir auch die im Grund belassene Bodenplatte des ehemaligen Parkhauses herausnehmen“, so Weigand.

Fundament im Boden entdeckt

Die Experten hatten erwartet, dass der eingesetzte Sondierungsbohrer den Beton ebenso gut durchdringt wie es bei der Bodenplatte des ehemaligen Geschäftsgebäudes war. Dies war aufgrund offensichtlich stärkerer Eisenarmierung aber nicht der Fall. Zusätzlichen Aufwand bereitet zudem ein etwa fünf Meter tief im Boden entdecktes Fundament, auf dem einst der Baukran stand, als das Parkhaus errichtet wurde. Weigand: „Dies auszuheben, bedeutet noch eine besondere Herausforderung.“

Der Bagger bleibt während der Sondierungsbohrungen in Bereitschaft, damit schnell ausgekoffert werden kann, sollten weitere Fundamentreste den Bohrer stoppen. Die Messergebnisse wertet der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg aus. Geben die Experten grünes Licht, kann endlich der Gebäudeaufbau starten.

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