Advent-Planungen

Weihnachtsmarkt: Stadt liegt noch kein Hygienekonzept vor

Der Nikolausmarkt auf dem Willy-Brandt-Platz wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Stattdessen könnten die Buden mit großen Abständen in der Fußgängerzone aufgestellt werden.

Der Nikolausmarkt auf dem Willy-Brandt-Platz wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Stattdessen könnten die Buden mit großen Abständen in der Fußgängerzone aufgestellt werden.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Das Zimtsternfest wird in Gladbeck trotz Corona stattfinden. Ein Advent in der Stadt ist geplant. Probleme bereitet noch der Markt in Wittringen.

Veranstaltungen in der Corona-Pandemie zu planen, das ist grundsätzlich ein schwieriges, wenn nicht sogar unmögliches Geschäft. Das zeichnet sich aktuell besonders für die Adventszeit ab, da die Infektionszahlen auch in Gladbeck schon jetzt rasant steigen. Was wird also möglich sein an weihnachtlichem Flair in der Pandemie-Zeit in den kommenden Wochen?

Das Ordnungsamt hat den Kontakt zur Schloss-Gastronomie aufgenommen

Fest steht auf jeden Fall: Das Zimtsternfest am 27. November soll stattfinden. In Arbeit sind noch das geänderte Konzept für den Nikolausmarkt – und auch der „Weihnachtszauber“ am Wasserschloss Wittringen.

Anders als aus dem Veranstalterkreis gemeldet, liegt der Stadtverwaltung nämlich noch kein Hygienekonzept für die Veranstaltung vor, die an allen Adventswochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag im Hof des Wasserschlosses über die Bühne gehen soll. „Das Ordnungsamt hat nun mit dem Veranstalter, der Gastronomie im Wasserschloss, Kontakt aufgenommen. Anfang November soll ein Hygienekonzept vorliegen“, erklärt auf Anfrage dieser Zeitung Stadtsprecherin Christiane Schmidt.

Unabhängig von dem noch nicht vorliegenden Konzept, habe die Stadtverwaltung aber grundsätzlich „einige Bauchschmerzen“ bei diesem Vorhaben. Das fange, so Schmidt, schon bei der Regelung der Situation auf dem Parkplatz an.

Ein weiterer Punkt seien die elektronischen Chips, die an die Besucher ausgegeben werden sollen, um jederzeit die Anzahl der Personen auf dem Hof im Blick zu haben. Schmidt: „Die müssen vor jeder Weitergabe desinfiziert werden.“ Die Reinigungsintervalle generell seien ein weiteres wichtiges Thema bei einem so großen Markt.

Stadtverwaltung: „Das erfordert ein durch und durch professionelles Hygienekonzept“

Und sie nennt noch einen kritischen Punkt: Immer 300 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände, das seien einfach sehr viele Menschen. „Wir reden teilweise schon von einer stillen Weihnacht, und dann soll in Wittringen im Advent eine so große Veranstaltung stattfinden? Das erfordert auf jeden Fall ein durch und durch professionelles Hygienekonzept.“ Und selbst, wenn der Weihnachtszauber aktuell genehmigt werde, müsse man immer noch abwarten, wie sich die Infektionslage in den nächsten Wochen weiterentwickele.

Das Zimtsternfest am 27. November kommt coronabedingt schon mit einem deutlich abgespeckten Programm daher. Das Shoppen bis um Mitternacht muss diesmal ohne Show-Acts und Imbissbuden auskommen. Die Feuerschalen und weitere Details sollen aber für weihnachtliches Ambiente sorgen. „Es wird auch Musik geben, aber kein Konzert, bei dem dann viele Menschen stehen bleiben“, erklärt Schmidt. Weihnachtsgebäck wie Zimtsterne dürfen die Kaufleute nur verpackt an Kunden verschenken.

Ein geändertes Konzept für den Nikolausmarkt ist in Planung

„Wir haben sehr großes Interesse daran, dass das Zimtsternfest stattfindet“, erklärt Matthias Alt, Vorsitzender der Gladbecker Werbegemeinschaft.

Das gelte natürlich genauso für den Nikolausmarkt. Der soll in diesem Jahr nicht auf dem Willy-Brandt-Platz, sondern mit großen Abständen zwischen den Hütten den ganzen Advent über in der Fußgängerzone stattfinden. Neben den üblichen Ständen werden zusätzliche Weihnachtshütten aufgestellt, die von Vereinen, Organisationen und Ehrenamtlern bezogen werden, die in den Vorjahren auf dem Nikolausmarkt waren, so die Stadtverwaltung. Die Vereine und Organisationen sind von der Werbegemeinschaft auch bereits angeschrieben bzw. angesprochen worden. Das Interesse sei groß, auch diesmal mitzumachen. „Natürlich wird es niemand schaffen, vier Wochen am Stück dabei zu sein, deshalb würden wir die Hütten immer nur für ein paar Tage vergeben“, so Alt. Das genaue Konzept sei aber noch in Arbeit, und auch mit der Stadtverwaltung sei man in intensiven Gesprächen.

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