Straßenumbau

Vor die Kita kommt eine Mittelinsel statt des Zebrastreifens

Der Zebrastreifen kommt weg, dafür erhält die Marienstraße in Höhe des Awo-Kindergartens eine Querungshilfe.

Der Zebrastreifen kommt weg, dafür erhält die Marienstraße in Höhe des Awo-Kindergartens eine Querungshilfe.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Straßenbäume, Parkplätze und eine Mittelinsel: Die Politik im Fachausschuss diskutierte den Umbau der Marienstraße in Gladbeck-Brauck.

Nach dem Umbau der Horster Straße plant die Stadt nun, ab 2020 abschnittsweise Graben-, Land- und Marienstraße zu erneuern. Gestartet wird mit der Marienstraße. Was auf der schmalen Straße machbar und sinnvoll ist, darüber diskutierte die Politik im jüngsten Bau- und Planungsausschuss. Dabei ging es vor allem um wegfallende Stellplätze, eine sichere Möglichkeit die Straße vor der Awo-Kita zu überqueren und die Absicht der Verwaltung, die Einmündung der Vehrenberg- in die Marienstraße zu verengen.

Eine Infoveranstaltung für die Anwohner hat bereits stattgefunden

Wie die Anwohner sich die neue Marienstraße vorstellen, das hat sich bereits im April bei einer Infoveranstaltung herauskristallisiert.

Was davon nun in die Planung einfließen kann, erklärte Baurat Volker Kreuzer im Fachausschuss. Grundsätzlich sei die Straße sehr schmal, lasse also gar nicht so viel Gestaltungsmöglichkeit zu.

Die Straßenverkehrsordnung legt zudem außerdem auch fest, dass eine Fahrbahnbreite von fünf Metern nicht unterschritten werden darf.

Darüber hinaus gilt die Marienstraße als Hauptstraße. Das bedeutet, bis auf den Bereich vor der Kita, wird auch nach dem Umbau weiter Tempo 50 gelten. Über den Abschnitt vor dem Kindergarten wurde darüber hinaus nicht nur auf der Bürgerversammlung diskutiert. Bereits im Vorfeld hat die Stadtverwaltung über die Situation dort mit den Erzieherinnen und dem Elternbeirat gesprochen.

Eltern und Erzieherinnen sprechen sich für eine Querungshilfe aus

Sehr begrüßt wird demnach die Absicht der Planer, vor dem Kindergarten eine Mittelinsel als Querungshilfe für Fußgänger zu bauen. Davon versprechen sich sowohl Verwaltung als auch Kita-Vertreter mehr Sicherheit für Fußgänger.

Nicht durchsetzten konnte sich die CDU im Ausschuss mit der Forderung nach einer Querungshilfe mit einem Zebrastreifen – so zu sagen als doppelte Sicherheit. Doch Kreuzer erklärte: „Mit der Querungshilfe folgen wir dem Wunsch des Elternbeirats.“

Ein häufig diskutiertes Thema vor jeder Straßenneugestaltung ist immer die Parkplatzsituation, bzw. die Anzahl der wegfallenden Stellplätze. Im Fall der Marienstraße ist auf jeden Fall schon mal nicht daran gedacht, zugunsten der Stellplätze auf Bäume zu verzichten. Und da es aktuell keine „klar definierten“ Stellplätze an der Marienstraße gebe, sei es schwierig, die genaue Zahl der wegfallenden Parkplätze anzugeben.

Vier bis fünf Stellplätze werden wegfallen

Nach Schätzung Kreuzers werde nach dem Umbau vielleicht für vier bis fünf Autos weniger Platz vorhanden sein. Zusätzliche Parkplätze seien nur möglich, wenn man auf Bäume verzichten würde. Und die, so Kreuzer, würden ein Quartier eben nicht nur optisch aufwerten, sondern seien auch gut fürs Kleinklima. Zudem bezeichnete er eine Diskussion über dieses Thema so kurz nach der Erklärung des Klimanotstandes auch in Gladbeck auch als ein wenig merkwürdig. Dietmar Drosdzol (CDU) hielt dagegen: „Zusätzliche Runden auf der Suche nach einer freien Parklücke drehen zu müssen, ist aber auch nicht gut fürs Klima!“

Noch ein Diskussionspunkt: Ebenfalls von der CDU wurde ein zweispuriges Abbiegen aus der Vehrenbergstraße in die Marienstraße gefordert. Die Verwaltung hingegen will den Einmündungsbereich stattdessen verengen. Anhand eines Gutachtens wies Kreuzer nach, dass die Kreuzung durch diese bauliche Umgestaltung kaum an Leistungsfähigkeit einbüßen wird. Sprich: Die Wartezeit beim Abbiegen werde sich nur um wenige Sekunden verlängern. Nach der Diskussion stimmten alle Ausschussmitglieder den Plänen zu.

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