Smartphone

Viele Firmen erlauben die Smartphone-Nutzung in den Pausen

Wann darf ein Beschäftigter sein Handy während der Arbeit benutzen? Dafür haben Unternehmen eigene Regelungen aufgestellt. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Abmahnung oder gar Kündigung.

Wann darf ein Beschäftigter sein Handy während der Arbeit benutzen? Dafür haben Unternehmen eigene Regelungen aufgestellt. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Abmahnung oder gar Kündigung.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Gladbeck.  Die Unternehmen stellen eigene Regelungen auf. Wer als Arbeitnehmer dagegen verstößt, riskiert eine Abmahnung oder gar Kündigung.

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Das Smartphone als ständiger Begleiter – für die allermeisten längst Normalität. Was aber, wenn es während der Arbeitszeit klingelt oder vibriert? Direkt antworten? Bis zur Pause warten? Oder das Handy direkt ganz ausschalten, um nicht abgelenkt zu werden? Auch die Unternehmen im Mittleren Ruhrgebiet haben sich in der Vergangenheit mit diesen Fragen beschäftigt – und sind zu unterschiedlichen Antworten gekommen. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum.

In knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen ist das Smartphone grundsätzlich erlaubt – zumindest in der Verwaltung. In der Produktion, an Maschinen und an Werkbänken gilt das nur für rund 18 Prozent der Betriebe. „Kein Wunder, denn wer hier zu sehr abgelenkt ist, verursacht schnell einen teuren Schaden“ sagt AGV-Hauptgeschäftsführer Dirk W. Erlhöfer. In aller Regel erlauben die Unternehmen die Smartphone-Nutzung in den Pausen bzw. in den Pausenräumen, nur in seltenen Fällen ist das Handy auf dem gesamten Betriebsgelände verboten. „Viele Unternehmen haben Regelungen dazu in Betriebsvereinbarungen aufgesetzt“, weiß Erlhöfer aus der Praxis.

Generell gilt: Verstöße gegen diese Regelungen können bis hin zur Abmahnung und Kündigung sanktioniert werden. Soweit scheint es aber nicht zu kommen. „Wenn die Nutzung in Einzelfällen Überhand nimmt, hat bisher immer ein klärendes Gespräch oder eine Ermahnung gereicht“, fasst Erlhöfer die Rückmeldungen zusammen.

Zumindest bislang sehen die Unternehmen keinen Grund für übermäßige Kontrollen, Fehlverhalten falle bei sporadischen Kontrollen auf und werde daraufhin verlässlich eingestellt. „Die Unternehmen vertrauen den eigenen Mitarbeitern und appellieren an die Mitverantwortung“, so Erlhöfer.

Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen stellt sogar ein kostenfreies WLan zur Verfügung – auch weil in vielen Fällen (21 Prozent) das private Handy zu dienstlichen Zwecken genutzt werden kann.

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